Image auch nach innen vertreten

Eschwege und Wanfried beim Denkmalschutz-Kongress

Haben gute Ideen für den Städtebau: (von links) Wolfgang Conrad von der Projektentwicklungsgesellschaft Eschwege, Diana Joneitis, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte und Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard. Foto: Wetzestein

Quedlinburg. Beim städtebaulichen Denkmalschutz Kongress in Quedlinburg haben Eschwege und Wanfried ihre bisherigen Initiativen vorgestellt.

In dieser Stadt ist der 22. Kongress Städtebaulicher Denkmalschutz an der richtigen Stelle. Bereits zum 18. Mal wurde er vergangene Woche im Palais Salfeld eröffnet. Mit dem Wanfrieder Bürgermeister Wilhelm Gebhard und dem Eschweger Projektmanager Wolfgang Conrad waren zwei Städte aus dem Werra-Meißner-Kreis vertreten, um ihre Projekte vorzustellen.

Diana Joneitis, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte (ADF) aus Fulda stellte den „Imagefaktor Fachwerk“ aus Sicht der Deutschen Fachwerkstraße (DFS) vor. Eröffnet wurde der Kongress durch Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks. Im Fokus standen Kommunikation, Partnerschaften und Bündnisse im Städtebaulichen Denkmalschutz.

„Man muss ein positives Image nicht nur nach außen, sondern auch nach innen kommunizieren“, sagte Diana Joneitis. Gerade die Stadtbevölkerung nehme den Schatz vor der eigenen Haustür manchmal nur ungenügend wahr, darum sollten Städte ihren Bewohnern die Standortvorteile, zu denen vor allem das Fachwerk gehöre, verdeutlichen.

Daher war es auch von großer Bedeutung, dass zwei Referenten aus Mitgliedsstädten der ADF eingeladen waren. Wolfgang Conrad von der Projektentwicklungsgesellschaft Eschwege mbH überzeugte mit dem Slogan „Eschwege überrascht“ das Publikum. Neben der Innenstadt- und Karree-Entwicklung sowie der Hertie-Revitalisierung ist es das neueste Marketingkonzept. Conrad vertritt die These, dass die Stadt diese Prozesse politisch steuern müsse. Die Imagebildung ist in Eschwege als Einkaufs- und Fachwerkstadt in Kombination gelungen, weil gute Projekte durch Bürgerbeteiligung mit Leben erfüllt wurden.

Große Anerkennung erntete die Stadt Wanfried, deren Bürgermeister Wilhelm Gebhard die erfolgreiche Arbeit der Bürgergruppe für den Erhalt Wanfrieder Häuser vorstellte. „Ich habe das Gefühl, dass unsere unkonventionelle Art, die Dinge anzugehen, auf die Zuhörer befreiend wirkt, weil wir praktisch und realitätsnah handeln und Stadtverwaltung und Bürger dabei an einem Strang ziehen“, sagte Gebhard. Er sieht die Kongressteilnahme zudem als eine gute Werbe-Plattform und die Einladung dazu als große Ehre an. „Das macht uns bundesweit erneut bekannter.“ Joneitis stimmt zu. „Dieser Kongress hat eine lange Tradition und zieht deutschlandweit wichtige Akteure der Stadtplanung an.“ Ihr ist es gemeinsam mit Eschwege und Wanfried gelungen, die deutsche Fachwerkstädte wieder einmal hervorzuheben.

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