Landfrauen besuchten Grenzdurchgangslager

Informative Tour durch Friedland

Ausflug der Landfrauen Niederhone: Alle waren tief beeindruckt von der Geschichte des Lagers Friedland. Foto: privat

Niederhone. Bei herrlichem Sonnenschein trafen sich jetzt die Landfrauen aus Niederhone zu einem Ausflug ins Grenzdurchgangslager Friedland. Nach der Anreise mit dem Cantus wurde die Gruppe freundlich in Empfang genommen. Dort gab es einiges aus der Geschichte des Lagers, das dieses Jahr 70. Geburtstag begeht, zu erfahren.

Als das Lager 1945 eingerichtet wurde, nahm man dort die vielen deutschen Kriegsflüchtlinge aus dem Osten, bis zu 12 000 Personen täglich, auf. Zur Unterbringung waren „Nissenhütten“ aus Wellblech gebaut, von denen eine noch heute auf dem Gelände zu besichtigen ist. Unvorstellbar für die Landfrauen von heute, dass in dieser Enge bis zu 60 Menschen je Hütte untergebracht waren. Bis heute durchliefen die Erstaufnahme in Friedland 4,5 Millionen Kriegsflüchtlinge, Spätheimkehrer, Asylbewerber aus Kriegs- und Krisengebieten, jeder für sich ein schweres Schicksal.

Verschiedene Mentalitäten, Sprachen, Kulturen, Religionen, oft auch traumatisierte und verletzte Personen stellen immer wieder neue Herausforderungen an die Mitarbeiter. Im September diesen Jahres soll zum 70sten Jubiläum im Bahnhofsgebäude Friedland ein Museum eröffnet werden. Tief beeindruckt traten die Landfrauen nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken im Landhotel Biewald die Heimreise an. (red)

Kommentare