Inklusion ist stark gefragt

Hunderte Besucher informieren sich bei Tag der offenen Tür über Anne-Frank-Schule

Schwerstarbeit: Bei vielen Vorführungen durften die Schüler – und auch die Eltern – selbst Hand anlegen. Dabei waren Geschicklichkeit und Körperkontrolle gefragt. Fotos: Sennhenn

Eschwege. Zehn Lehrerführungen, einige Schülerführungen und hunderte Besucher – diese Angaben machte Lutz Schaub, stellvertretender Schulleiter der Anne-Frank-Schule in Eschwege, mit zufriedener Miene.

Das bunte Angebot, das sich am Tag der offenen Tür präsentierte, fand bei allen Besuchern regen Anklang.

Das Programm

Mit dem Eintreten in das Hauptgebäude begaben sich die Besucher in eine bunte Welt von Vorführungen, Präsentationen und Experimenten. In der Eingangshalle präsentierten Schüler Tänze unter der Leitung von Lehrerin Karina Wolff, das Orchester beschallte die Gäste mit sanften Tönen und das Trommlertrio „Drum-A-Queen“ begeisterte das Publikum.

Die Inhalte

In den Gängen der Schule wurden die pädagogischen Inhalte offenbart. Einen wesentlichen Baustein stellt das Thema Inklusion dar. „Die Zahl derer, die Inklusion benötigen, wächst“, sagt Förderschullehrerin Simone Dietzel. Sie verwies dabei auf das Motto der Schule: „Zusammen leben, gemeinsam lernen.“ Ihr Schüler Marlon zeigte, dass das Projekt funktioniert: „Ich lerne anders, aber es klappt immer besser“, berichtete der Sechstklässler. Der Weg über den Gang der Schule führte vorbei an den Schülerinnen Vanessa, Lana, Lotta und Luisa, die für ihr Patenkind selbstgebackene Muffins verkauften. „Wir haben seit wenigen Wochen ein Patenkind in Lettland“, berichteten sie von ihrem Religionsunterricht.

Der Austausch

Da die Anne-Frank-Schule eine Europaschule ist, stehe der internationale Austausch auf der Prioritätenliste weit oben: „Höhepunkt für Schüler ist das Skiprojekt, das mit unserer Partnerschule in Tschechien organisiert wird“, sagte Lehrer Berthold Diegel. Der Austausch werde in gemischten Gruppen gestaltet, weshalb sich die Schüler auf Englisch verständigen müssten. „Es fahren auch Schüler mit, die noch nie auf Skiern gestanden haben. Am Ende können die das dann richtig gut“, sagte Schüler Tom. Bis nach Griechenland reichen die Verbindungen der Schule, die über das Internet gepflegt werden. „Das schult die Methodenkompetenz, die Medienkompetenz und die interkulturelle Kompetenz“, sagte Heidi Giese. Damit der Austausch persönlicher wird, wolle man zukünftig auf Videotelefonie setzen.

Die Bilanz

Die Schulleitung der Anne-Frank-Schule war angesichts der hohen Besucherzahlen begeistert. „Ich fand es sehr schön, dass sich die Leute aktiv nach unseren pädagogischen Inhalten erkundigt haben. Gerade die Förderung von leistungsstarken Schülern erfreute sich großer Nachfrage“, zog Schulleiterin Kerstin Ihde Bilanz. „Mit den Besucherzahlen sind wir sehr zufrieden. Es hat sich bewährt, die Eltern gezielt durch die Schule zu führen. Wir sind eine Schule für alle“, bestätigte ihr Stellvertreter Lutz Schaub.

Von Lukas Sennhenn 

Tag der offenen Tür an der Anne-Frank-Schule

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