Interview mit den Madsen

„Das Open Flair ist eine große Feier“

Die Madsen sind stehen am Freitagabend um 18.55 Uhr auf der hr3-Bühne. Im WR-Interview verrät Sascha Madsen, was die Fans erwartet.

Wie oft haben Sie schon in Eschwege gespielt?

Sascha Madsen: Schon zweimal mit Madsen, davor aber auch schon in anderer Besetzung. Wir sind als Madsen jetzt zum dritten Mal beim Open Flair.

Wir haben erfahren, dass Sie beim Open Flair besonders gerne spielen. Warum ist das so?

Madsen:  Ja, das stimmt. Wir sind gerne hier. Das liegt an der sehr sehr guten Stimmung. Das Festival ist breit gefächert mit Musik und Kleinkunst. Das Open Flair ist eine große Feier.

Was macht das Open Flair so besonders?

Madsen: Das in Worte zu fassen ist nicht einfach. Es ist hier sehr friedlich, und wir erleben eine besondere Stimmung. Das Festival ist groß und doch sehr persönlich, es hat sich über viele Jahre entwickelt.

Worauf darf sich das Publikum heute Abend freuen?

Madsen:  Auf eine schnörkellose gute Rockshow. Das Publikum muss sich unseren Auftritt einfach anschauen. Wir werden quer durch unsere bisherigen vier Alben spielen und das neue vorstellen, das nächste Woche auf den Markt kommt. Es ist ganz wichtig, dass unsere Musik Spaß macht - uns und unserem Publikum, der Spaß muss sich übertragen. Das Schlimmste, das passieren könnte wäre, dass unsere Zuhörer sagen, „die haben zwei gute Songs, aber sonst war’s langweilig“.

Wie würden Sie die Musik von Madsen beschreiben?

Madsen: Wir spielen unverkrampften deutschen Rock und ausschließlich eigene Stücke.

Wie entstehen die Stücke?

Madsen: Mein Bruder Sebastian (Sänger bei Madsen, Anm. d. Red.) schreibt und komponiert. Eigene Erlebnisse werden verarbeitet, aber beispielsweise auch ein Film kann Inspiration für einen neuen Song sein. In den Liedern steckt von allem etwas: Liebe, Gesellschaftskritik, quer durch die Bank eben. Wichtig ist, dass sie etwas aussagen. Das kann auch mal die Aufforderung sein, den Arsch endlich hoch zu bekommen, um etwas zu bewegen.

Werden Sie sich selbst auch etwas vom Festival-Programm anschauen?

Madsen: Ja, klar. Ich freue mich auf Social Distortion. Wir versuchen immer, auch andere Bands zu hören. Leider spielen die Beatsteaks an einem anderen Tag. Wir kennen uns und trinken gern mal ein Bier hinter der Bühne, wenn es passt.

Wo würden Sie gerne einmal auftreten?

Madsen:  Auf einem richtig großen Festival in das Dunkel der Nacht hinein. So vom Gefühl her wäre würde mir das großen Spaß machen. Das müsste gar nicht der Hauptact sein.

Spielen Sie lieber auf Festivals oder geben Sie lieber Solokonzerte?

Madsen:  Im Winter gehen wir lieber auf Solo-Tour und im Sommer auf Festivals. Uns würde beides fehlen, beides ist spannend. Wenn du ein eigenes Konzert gibst, hast du mehr das Gefühl: pass auf, die sind alle nur wegen uns da.

Wer sind die musikalischen Vorbilder von Madsen?

Madsen: Da gibt es viele, Dave Grohl zum Beispiel, oder die Beatsteaks, aber auch die Beatles, gerade entdecken wir die Kinks wieder.

Wie geht es mit Madsen weiter? Welches sind die nächsten

Projekte?

Madsen: Unser fünftes Album erscheint in der kommenden Woche. Ab Oktober bis ins nächste Jahr hinein gehen wir auf Tour durch Deutschland und Österreich.

Von Harald Sagawe

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