Die Irish-Dance-Night verzauberte mit dem Stück „Dance Master!“ in der Stadthalle

Irischer Tanz und Freude

Eschwege. Spätestens seit Freitagabend war auch dem Letzten in der mit rund 600 Zuschauern besetzten Eschweger Stadthalle klar: Tanzen, allen voran der Irish-Dance-Stepptanz, ist Hochleistungssport. Das verwirrende Stakkato von perfekt ausgeführten „clicks“ auf dem Bühnenboden sorgten im Verein mit einer ausgefeilten Choreographie zu überwiegend traditionellen wie auch modernen Klängen von der grünen Insel für eine perfekt inszenierte Show, die das Publikum zusehends mitriss.

Das zwölfköpfige Ensemble - sieben Frauen, fünf Männer - versprühte von Beginn an irische Lebensfreude, fügte klassische und moderne Tanzelemente in lyrische und rhythmische Musik ein, die sich mit ausgesuchter irischer Folklore abwechselten. „Eine perfekt inszenierte Show, die Tradition und Entertainment überzeugend verbindet“, so der Tenor eines begeisterten Publikums, das die irischen Meistertänzer, Musiker und Sänger mit großem Enthusiasmus auf ihrer Zeitreise durch die Geschichte des Stepptanzes begleitete. Die irische Lebensfreude war in jeder Szene spürbar, zumal mit zusätzlicher Live-Übertragung die Leistung der Tänzer in Verbindung mit der gekonnt arrangierten Überblendtechnik von Landschaften der grünen Insel auf einer großen Leinwand dokumentiert wurde.

„Dance Masters!“ erzählt die Geschichte des irischen Stepptanzes auf musikalische und tänzerische Weise. Eine berührende Liebesgeschichte zwischen Patrick und Kate führte die Zuschauer vom 18. Jahrhundert über verschiedene Epochen bis zur heutigen Zeit. In authentischen und farbenfrohen Kostümen wurden die zahlreichen Facetten des irischen Stepptanzes dargeboten, die in pucto Schnelligkeit und Präzision kaum zu überbieten waren.

fs
In den „Ruhephasen“ der Tänzer, gab es wunderschöne Liebeslieder von Chris de Burgh oder John Denver, sauber gesungene, sowie mitreißend gespielte Weisen auf der Fiddle einer charmanten Irin. Der junge Mann mit der Gitarre verzauberte das begeisterte Publikum neben Spiel und Gesang mit gebrochenem Deutsch, als er „The Wild Rover“ der Dubliners interpretiert, um dann in den deutschen Gassenhauer „An der Nordseeküste…“ zu verfallen, der eine Klatsch- und Klopforgie des Publikums nach sich zog.

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