Kreis deutlich über Bundesdurchschnitt von 15 Prozent

Jeder dritte Einbruch kann aufgeklärt werden

Werra-Meißner. Mehr als ein Drittel der Einbrüche im Werra-Meißner-Kreis sind im vergangenen Jahr aufgeklärt worden.

Das teilt Jörg Künstler, Pressesprecher der Eschweger Polizei, auf Anfrage unserer Zeitung mit und verweist darauf, dass dies ein gutes Ergebnis sei: Bundesweit lag die Quote bei 15,2 Prozent. Damit diese sich dort erhöht, haben sich gestern die Innenminister der drei Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen getroffen, um über eine grenzüberschreitende Fahndung mit den Niederlanden und Belgien zu entscheiden.

„Sicherlich ist eine gute Tatortarbeit für unser überdurchschnittliches Ergebnis verantwortlich“, erklärt Künstler. Aber auch die Bevölkerung trage einen hohen Anteil zu der Quote von 36,7 Prozent bei: „Die Menschen hier registrieren, wenn ein fremdes Auto durch die Straßen fährt, und beobachten dieses“, sagt er, „Wachsamkeit ist immer gut.“

Gibt es zwischen der deutschlandweiten Aufklärungsquote und der aus dem Werra-Meißner-Kreis erhebliche Unterschiede, geht die Tendenz in die gleiche Richtung: Sowohl auf Bundesebene als auch in den hiesigen Kommunen stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche: Waren es im Kreis 2014 noch 84 Fälle, wurden im vergangenen Jahr 109 zur Anzeige gebracht. „Für dieses Jahr liegen aber noch keine Zahlen vor“, erklärt Künstler. Er verweist darauf, dass sich die genannten Zahlen lediglich auf Haus- und Wohnungseinbrüche beziehen: „Die in Gaststätten, Büros und Geschäfte werden extra ausgewertet.“

Wer sein Haus vor Einbrechern schützen möchte, bekommt dafür seit Ende des vergangenen Jahres Geld von der Bundesregierung: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt die die Integration von Alarmanlagen und Eingangsüberwachung sowie die Nachrüstung etwa mit Tür-Zusatzschlössern mit einem Zuschuss von bis zu 1500 Euro.

Von Constanze Wüstefeld 

Rubriklistenbild: © dpa

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