Kliniken helfen Deutschkenntnisse zu verbessern

Jeder zehnte Arzt aus dem Ausland

Werra-Meißner. Jeder zehnte Arzt im Klinikum Werra-Meißner stammt aus dem Ausland. Fachlich seien die Ärzte ausgezeichnet, allein mit der Sprache hapere es bei manchen, lautet die Kritik der Ärzte-Gewerkschaft, Marburger Bund und der Ärztekammer.

Sie fordern das Niveau der Sprachzertifikate, die Ärzte für eine Zulassung absolvieren müssen, anzuheben.

Im Klinikum Werra-Meißner in Eschwege und Witzenhausen haben elf der 104 Ärzte keinen deutschen Pass. Probleme resultierten daraus nicht, sagt Pressesprecher André Koch. Die Klinik verlasse sich auf die zur Zulassung notwendigen Sprachzertifikate. Man merke schnell, wie gut sich Bewerber ausdrücken können. „Bestehen da Schwierigkeiten, haken wir noch einmal nach“, sagt Koch.

Von den Sprachzertifikaten hält Heike Blumenstein, Personalreferentin der Orthopädischen Klinik in Hessisch Lichtenau, nicht viel. „B2 ist nicht immer gleich B2“, kritisiert sie. Das Zertifikat überprüfe die Alltagssprache, nicht aber das spezifisches Fachvokabular. In ihrer Klinik arbeiten 34 Ärzte, drei kommen aus dem Ausland.

Ausländische Ärzte im Klinikum Werra-Meißner können das C1-Zertifikat erwerben. In Hessisch Lichtenau werden ausländische Ärzte mit einer Hospitationsphase und einem Sprachtrainer mit medizinischem Hintergrund unterstützt. (akh)

Mehr lesen Sie in der Montagsausgabe der Werra-Rundschau.

Kommentare