Traditionelles Heimatfest beginnt morgen Abend

So viel Johannisfest wie nie: Eschweger feiern fünf Tage mit Gästen

Maienzug: Die Eschweger Schüler kommen am Samstagvormittag mit dem Maienzug auf dem Marktplatz an und singen gemeinsam mit den Mandatsträgern der Kreisstadt das Dietemannlied. Archivfoto: Sagawe

Eschwege. „So viel Johannisfest wie in diesem Jahr gab es noch nie", verspricht Bürgermeister Alexander Heppe den Besuchern des traditionsreichen Heimatfestes, das am Donnerstagabend beginnt.

Tatsächlich haben die Organisatoren den Rummel auf dem Werdchen um zwei Tage verlängert und sonst an den bewährten Angeboten festgehalten. Mit ganz unterschiedlichen Veranstaltungen feiern die Menschen in der Kreisstadt bis zum Montag.

DER DONNERSTAG

Gleich zur Eröffnung präsentiert sich das Johannisfest mit einem neuen Konzept. Auf die musikalische Gala wird zugunsten eines volkstümlicheren und preiswerteren Programmes verzichtet. Die Pfunds Kerle sorgen für Musik, der Bürgermeister hat gedichtet und sticht das Festbier an, im Festzelt wird getanzt. Und auch das ist neu: Auf dem Rummelplatz bieten die Schausteller ihre Attraktionen an. Um 18 Uhr geht es los. Zeitgleich dreht der erste Johannisfestreiter seine Runden durch die Innenstadt.

DER FREITAG

Neu im Programm ist der Familientag auf dem Rummelplatz. Von 15 bis 21 Uhr haben die Fahrgeschäfte geöffnet. In der Innenstadt bleibt alles beim Alten: Um 18 Uhr kündigen zwei Johannisfestreiter das Fest an. Livemusik, Bier und Bratwurst ziehen tausende Menschen zum Straßenfest in die Innenstadt. Die Kleine Nachtmusik ist in ihrer bisherigen Form zum letzten Mal im Rittersaal des Landgrafenschlosses zu hören. Beginn: 20.30 Uhr.

DER SAMSTAG

Am Samstag ist Maienzug. Eschweger Schüler tragen Birkengrün zum Marktplatz (10 Uhr). Wenn dann die Kinder mit den Vertretern der Stadt und dem Publikum in das Dietemannlied einstimmen, ist das einer der Momente, in denen stolze Eltern feuchte Augen bekommen. Tausende Kinder stehen auf dem Platz, umgeben von der Fachwerkkulisse, die in den Farben der Stadt geschmückt ist. Eschwege empfängt an diesem Wochenende seine Freunde. Aus den verschwisterten Städten Saint Mandé, Regen und Mühlhausen kommen die Bürgermeister oder deren Stellvertreter, Abordnungen der Patenschiffe von Bundeswehr und -polizei machen an der Werra fest. Auf dem Festplatz geht es um 15 Uhr los. Besonderheit in diesem Jahr: In einer Hälfte des Festzeltes wird ab 21 Uhr das Viertelfinale der Fußball-Europameisterschaft zwischen Deutschland und Italien gezeigt.

DER SONNTAG

Am Sonntag folgen tausende Schüler dem Dietemann und seinen Biedermeiermädchen, die an der Spitze des Festzuges durch die Stadt gehen. Es sind die Eschweger Schulen, die für Farbe sorgen. Anschließend wird im Festzelt und auf dem Rummel gefeiert.

DER MONTAG

Zum Abschluss treffen sich am Montag bereits vormittags die Belegschaften der Eschweger Unternehmen im Festzelt auf dem Werdchen. Abends finden Feuerwerk und Bootsauffahrt statt.

Mehr zum Thema

Kommentare