Johannisfest: Reiter zieren die Plakette

Was wir an Eschwege mögen: Die Redaktion der Werra-Rundschau hat schon einmal eine kleine Auswahl zusammengestellt. Zu sehen sind (obere Reihe von links) der Bismarckturm, der Dietemann mit Biedermeier-Mädchen und das Fachwerk. Die zweite Reihe zeigt (von links) den SV 07 Eschwege, den Botanischen Garten sowie den ETSV. In der unteren Reihe sind der Werratalsee, der Sophiengarten und eine der Bühnen des Open Flair zu sehen. Fotos:  Archiv

Eschwege. Jährlich führen sie den Festumzug an, jetzt wird ihnen eine weitere besondere Ehre zuteil: Die vier Johannisfestreiter, bestehend aus Herold und den drei Bläsern, zieren die diesjährige Johannisfest-Plakette. Das hat die Kommission während ihrer Sitzung am Donnerstagabend entschieden.

Ebenso wurde das Motto des Festzuges am Sonntag festgelegt. Das Johannisfest findet in diesem Jahr vom 30. Juni bis zum 4. Juli statt.

Die Plakette 

Vor 90 Jahren, 1926, gab es in dem von Rudolf Clermont verfassten Heimatspiel „Jutta von Eschwege“ zum ersten Mal den Hinweis auf Herold und seine drei Begleiter. Diesen Geburtstag haben die zwölf anwesenden stimmberechtigten Kommissionsmitglieder zum Anlass genommen, die Plakette den Reitern zu widmen. Die zieren nicht zum ersten Mal die Plakette: Bereits 1951 war nur der Herold zu sehen, in den Jahren 1956 und 1976 gab es dann alle vier Reiter.

Der Vorschlag, die in diesem Jahr wieder zu nehmen, kam von einem, dem der Herold bestens vertraut ist: Claus Hartmann wird ihn in diesem Jahr zum 20. Mal verkörpern. „Beworben hatte ich mich eigentlich schon vor 35 Jahren als Bläser, als es dann - etwas später - der Herold wurde, war das natürlich noch besser“, gibt er lachend zu.

Gekauft werden können die Plaketten ab Anfang Juni. Dann werden 5000 der 7500 angefertigten Exemplare an die Schulen gegeben, damit die Schüler diese verkaufen können. Mitte Juni werden die restlichen Plaketten dann beim Einzelhandel in der Innenstadt für zwei Euro zu kaufen sein. Wie auch im vergangenen Jahr kann man sich dabei aussuchen, ob man die Plakette lieber mit einer Nadel oder einem Magneten kauft.

Das Motto 

Etwas länger gedauert hat dieses Mal die Diskussion, die aber sachlich geprägt war, sagt Uwe Gondermann von der Stadt Eschwege, der sich um die Organisation des Johannisfestes kümmert. Erst habe man überlegt, ob man Themen wie „Weltoffen und bunt“ oder „Welt zu Gast in Eschwege“ wähle, diese aufgrund der politischen Interpretationsmöglichkeit aber wieder fallen gelassen. Stattdessen hat man ein Motto gewählt, das eindeutig einen Bezug zur Kreisstadt hat und bei denen die Schüler, die den Festumzug bilden, fantasievoll gestalten können: „Eschwege, das gefällt mir.“

Werdchen-Programm 

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren gibt es eine bedeutende Neuigkeit: Die Eröffnungsveranstaltung am Donnerstagabend wird ersetzt. „Es sind zu wenig Leute gekommen“, begründet Gondermann diesen Schritt. Ganz ausfallen werden die Feierlichkeiten aber nicht: Engagiert werden soll eine Band, die im Festzelt ab 20 Uhr für richtig Stimmung sorgen soll. Und was ebenfalls neu ist: Erstmalig eröffnen die Fahrgeschäfte am Donnerstagabend. Geschlossen bleiben aber weiterhin die Biergärten.

Auch der Freitag wartet mit einer Neuigkeit auf: War der bislang komplett der Innenstadt vorbehalten, gibt es in diesem Jahr auch auf dem Werdchen schon Programm: Von 15 bis 21 Uhr ist ein Familientag geplant, an dem die Fahrgeschäfte mit besonderen Attraktionen locken. Wie auch am Donnerstagabend bleiben die Getränkebuden aber zu. Die eröffnen dann am Samstag, wenn dann wie gewohnt bis zum Montag auf dem Werdchen gefeiert werden kann.

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