Jugendsinfonieorchester Kassel probt eine Woche lang in der Jugendherberge

Das Jugendsinfonieorchester Kassel probt eine Woche in Eschwege: (von links) Marie Hermenau (14, Querflöte), Verena Inkemeier (19, Geige), Julia Sostmann (14, Geige), Anne Kullek (18, Kontrafagott,) und Julius Joachim (21, Posaune) waren mit dabei. Fotos:Junghans

Eschwege.Klänge an der Werra: Das Jugendsinfonieorchester Kassel ist diese Woche auf Probenfahrt in Eschwege. An der Fahrt nehmen rund 60 Teilnehmer teil, die zwischen 14 und 23 Jahren alt sind.

Ein großer Teil dieses Jugendorchesters war oder ist noch Mitglied im Landesjugendsinfonieorchester Hessen (LJSO). „Wir sind ein komplettes sinfonisches Orchester, vom Kontrafagott, über Piccoloflöte, Glocke und Geige ist bei uns alles vertreten,“ , sagt Dirigent Kiril Stankow stolz. Besonders sei auch, dass das Orchester aus Musikschülern und Musikstudenten aus dem Großraum Kassel bestehe.

„Wir verstehen uns als eine Zwischenstufe zwischen dem klassischem Schulorchester und dem LJSO. Bei uns lernen die Kleinen von den Großen“, sagt Stankow. Im Gegensatz zu einem Schulorchester, findet keine wöchentliche Probe statt. Das Jugendsinfonieorchester hat einmal im Jahr eine Probenwoche, in der intensiv Musik gemacht wird. „Wir verbringen eine Woche voller Spaß mit Freunden und natürlich mit viel Musik“ , sagt Teilnehmer Julius Joachim, „Wir schaffen uns hier Erinnerungen für unser Leben.“

Bereits vor drei Jahren war Eschwege das Ziel der Fahrt. Denn die Jugendherberge habe angemessene Räume für das groß besetzte Orchester. Auch die Lage direkt an der Werra gefällt dem Jugendorchester besonders. Die Proben sind in dieser Woche jeden Tag von 9.30 bis 22 Uhr - natürlich mit Pausen. In diesen kann man die Teilnehmer in der Fußgängerzone Eschweges antreffen. Dort versuchen sie, als Straßenmusiker ihr Taschengeld aufzubessern.

„Die Orchesterreise ist gut für unsere Gruppendynamik“, sagt Verena Inkemeier. Das gemeinsame Musizieren stehe dabei im Vordergrund. Aber auch das Endergebnis muss am Ende stimmen.

Die Aufführungen

Das erarbeitete Programm der Woche, bestehend aus der Egmont-Ouvertüre von Beethofen, Strauss’ 1. Hornkonzert (Solist ist Julius Rath) und Bilder einer Austellung von Mussorgsky-Ravel, wird Freitag, 22. Juli, um 19 Uhr im Bürgersaal von Ahnatal, Samstag, 23. Juli, um 20.15 Uhr in der St. Marien Kirche in Kassel und Sonntag, 24. Juli um 16 Uhr in Kirchditmold in Kassel, präsentiert.

Von Esther Junghans

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