31-jähriger Angeklagter widerspricht Urteil

Käfigkampf: Gericht verhandelt Berufung

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Eschwege. Am 24. April wird vor dem Landgericht in Kassel die Berufung des 31 Jahre alten Mannes aus Eschwege verhandelt, der vom Amtsgericht Eschwege im sogenannten Käfigkampf-Prozess wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe in Höhe von 3600 Euro verurteilt worden war. Das teilt die Staatsanwaltschaft mit.

Nach Feststellung des Amtsgerichts kam es im Mai 2006 im Fitnessstudio des Angeklagten zwischen zwei Jugendlichen - 16 beziehungsweise 17 Jahre alt - zu einem Free-Fight im Käfig. Dabei wurde ein damals Sechzehnjähriger so schwer verletzt, dass er seither irreparabel vom Hals abwärts gelähmt ist. Das Amtsgericht Eschwege erkannte in seinem Urteil gegen den 31-jährigen Fitnessstudiobetreiber auf fahrlässige Körperverletzung und begründete das damit, dass der Angeklagte die Jugendlichen gegeneinander kämpfen ließ, „ohne für eine Minimierung der mit einem solchen Kampf verbundenen Gefahren gesorgt zu haben“. Der Angeklagte habe sich vor dem Kampf nicht ausreichend darüber vergewissert, dass die beiden Kämpfer die bei einem Free-Fight zu beachtenden Regeln kennen und fähig sind, einen Kampf unter Beachtung dieser Regeln zu führen, so die Argumentation des Amtsgerichts. Während des Kampfes soll der Siebzehnjährige eine verbotene lebensgefährliche Technik angewandt haben. (hs)

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