Kali-Lauge: Gewinn durch Eindampfen

Werra-Meißner. Einen zusätzlichen Ertrag von 30 Millionen Euro könnte der Kali-Produzent K+S erzielen, wenn er bei der Kali-Produktion entstehende Abwässer eindampfen würde.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Prof. Dr. Peter Quicker von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen in einer Studie, die er am heutigen Dienstag in Kassel vor Vertretern von Rundem Tisch und Anrainerkommunen vorstellen soll.

Dazu müsste K+S an einem seiner Standorte ein Kraftwerk bauen, mit dessen Abwärme die Abwässer eingedampft werden könnte. Zwar würden für das Verfahren jährliche Kosten von zehn Millionen Euro anfallen, heißt es in der Studie, die unserer Zeitung vorliegt. Aber es könnten nach der Verdampfung weitere Wertstoffe produziert und vermarktet werden. Trotz hoher Investitions- und Betriebskosten für Eindampfanlage und Infrastruktur erwartet Prof. Quicker "einen zusätzlichen Ertrag von mehr als 30 Millionen Euro pro Jahr".

Erstellt hat Quicker die Studie im Auftrag von Werra-Anrainerkommunen, die gegen eine Abwasserleitung von Neuhof-Ellers an der Fulda nach Philippsthal an der Werra klagen. K+S hat Zweifel an der Aussagekraft der Studie. Das Gutachten fuße "auf gravierenden Fehlern in den unterstellten Rahmenbedingungen", teilte das Unternehmen mit.

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