Schwimmbadbetreiber mit Saison zufrieden, Eschweger Schließung überall spürbar

Kehraus in den Freibädern

Thomas Neumann und Hartmut Backhaus bauen im Sontraer Freibad die Sprungbretter ab und machen die Anlage winterfest. Etwas Wasser bleibt in allen Becken, um Frostschäden zu verhindern. Foto: Mayer

Eschwege. Die Badeseen bei Eschwege und Meinhard haben im ersten Sommer nach Schließung des Freibades am Schwalbenpfad nicht davon profitiert. Nicht profitieren können muss es genaugenommen heißen, denn für das eine Gewässer wurde wegen der Algenmassen ein Badeverbot, für ein anderes eine Empfehlung, nicht dort zu baden ausgesprochen.

Wanfried räumt ab

Beides, der Zustand der Seen und die Freibadschließung, kam den umliegenden Freibädern zugute. Allen voran Wanfried, das am nächsten zur Kreisstadt liegt. Man habe Eschweger und Treffurter Gäste abfangen können, denn auch dort ist das Schwimmbad dicht, sagt Uwe Katzer. Das Top-Wetter an einigen Tagen im August habe ein Übriges dazu beigetragen, dass mit 4500 Besuchern mehr als 2011 die Zahl auf 17 500 emporgeschnellt sei (WR berichtete).

August hat"s gerichtet

Nach einer Durststrecke, so Hauptamtsleiter Jürgen Kniepkamp, wegen des miesen Wetters und defekter Technik, habe das Freibad Sontra sich noch vor das schlechte Ergebnis aus dem Vorjahr retten können. Mit 2900 Besuchern an einem Augusttag wurde eine seit Jahren nicht mehr erreichte Zahl registriert, sagt Kniepkamp. Man habe viel Kundschaft aus dem Umland gewinnen können bis hin zu Reichensächsern. Die Öffnungsverlängerung um zwei Wochen und das Superwetter im August haben die Sontraer versöhnt. Die Solaranlage lief gut und die Kosten seien dadurch erträglich geworden.

Aus den gleichen Gründen ist man auch in Waldkappel zufrieden mit der Freibadesaison. „Bedeutend besser als 2011“ ist es gelaufen mit rund 15 000 Schwimmbadbesuchern, sagt Bademeister Jörg Mühlhause. 1300 Gäste beim Schwimmbadfest an einem Samstag wurden am darauffolgenden Sonntag mit 1950 zahlenden Gästen noch getoppt, das ist Rekord seit 2005.

Algen haben geschadet

Des einen Freud ist des anderen Leid. Am Meinhardsee gab es wegen des Algenmalheurs drastisch weniger Besucher, vor allem die Schulen sind weggeblieben. Ob die Verweisung auf den sauberen Bootssee gefruchtet hat, kann nicht belegt werden, weil dort kein zählbarer Eintritt genommen wird. Familien mit kleinen Kindern dürfte es eher ferngehalten haben, weil ein flacher ungefährlicher Uferbereich am Bootssee nicht gegeben ist.

Mit 30 000 beachtliche 5000 Besucher mehr als 2011, aber 3000 weniger als vor zehn Jahren werden in Witzenhausen verzeichnet. Die höchste Tagesbesucherzahl wurde mit 2200 am 19. August erreicht.

Zufrieden ist auch Hans Jörg Müller vom Freibad in Bad Sooden-Allendorf. 26 000 Badegäste wurden hier gezählt, darunter 500 mit einer Dauerkarte.

Wie im Gebiet Eschwege hat der August auch in Großalmerode zirka zwei Drittel Anteil an der Gesamtbesucherzahl der maximal fünf Monate währenden Saison. 12 000 waren es hier insgesamt.

Von Helmut Mayer

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