Freigabe wohl Mittwoch

Verseuchte Brunnen versorgen nur einen Teil Eschweges

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Eschwege. Nicht alle Haushalte der Eschweger Kernstadt sind von dem mit E.coli-Keimen verseuchten Trinkwasser betroffen. In einer ersten Pressemitteilung in der vergangenen Woche war noch von der gesamten Kernstadt und Oberdünzebach die Rede. Tatsächlich betroffen ist allerdings nur die sogenannte „Tiefzone 1“.

Dieses Gebiet, das mit Wasser aus den verseuchten Brunnen versorgt wurde, erstreckt sich über den Stadtkern, Brückenhausen, das Wohngebiet an den Leuchtbergen, die Gebiete beidseitig der Gartenstraße einschließlich Am Schindeleich und den Stadtteil Oberdünzebach.

Als Vorsichtsmaßnahme bezeichnet Markus Lecke, Geschäftsführer der Stadtwerke, die Ausweitung des Gebietes. Rein technisch sei zwar nicht auszuschließen, dass verunreinigtes Wasser auch in Gebiete außerhalb der „Tiefzone 1“ gelange, es sei aber „höchst unwahrscheinlich“.

Das Abkochgebot für das Eschweger Trinkwasser wird frühestens morgen aufgehoben. Das sagt Dieter Meyer, Wassermeister bei den Stadtwerken Eschwege. Eine am Montag entnommene Probe wird derzeit noch im Labor ausgewertet. Sollten in ihr keine Keime mehr vorhanden sein, wird das Gesundheitsamt laut Kreissprecher Jörg Klinge umgehend reagieren und das Gebot aufheben.

Die Untersuchung im Thüringer Umweltinstitut in Krauthausen bei Eisenach dauert jeweils mindestens 48 Stunden. Erst wenn Proben von drei aufeinanderfolgenden Tagen negativ getestet worden sind, gilt das Wasser als keimfrei.

Am vergangenen Mittwoch wurden bei einer routinemäßigen Untersuchung kleine Mengen der krankheitserregenden E.coli-Bakterien in drei Brunnen an der Aue gefunden. Die Stadtwerke haben die Brunnen und entsprechenden Leitungen inzwischen mit Chlor gespült.  

Von Lasse Deppe 

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