Beim Festzug drehte sich alles um die Sanierung des Niederhoner Gotteshauses

Heimatfest Niederhone: Kirche im Mittelpunkt

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Verschwenderischer Bischof zu Gast in Niederhone: Ein Mitglied der Schrullen in der Verkleidung des ehemaligen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst wirft den Zuschauern goldenfarbige Bonbons und Schokotalern zu. Fotos: Skupio

Niederhone. Mit einem Festzug krönten die Niederhoner ihr Heimat- und Kinderfest am Sonntag. Beim Frühschoppen am gestrigen Montag klang es aus.

Ganz im Zeichen von Kirche, Kirchenfesten und natürlich der Sanierung stand der Festzug der Niederhoner Vereine in diesem Jahr. Schließlich konnte das Gotteshaus erst kürzlich nach erfolgreicher Sanierung wieder eröffnet werden. Bei strahlendem Sonnenschein und gut 30 Grad Celsius im Schatten wurde den Zuschauern, die am Straßenrand ausharrten um den Festzug zu sehen, einiges geboten.

Erfrischung für die Zuschauer: Erwachsene Gäste bekommen kühles Bier eingeschänkt.

Die Vereine des größten Eschweger Stadtteils hatten nicht nur - wie schon im vergangenen Jahr - drei professionelle Spielmannszüge mit unterschiedlichem Musikrepertoire verpflichtet, auch die Vereine Niederhones bewiesen einmal mehr Fantasie und Humor bei der Gestaltung ihrer Kostüme und Motivwagen.

Eine Arche anderer Art: Die Kirmesjugend fährt mit Sonnenschirm und Bier durch die Hitze.

Während die Silver Lions aus Sontra, der Fanfarenzug Eschwege sowie der Fanfaren- und Musikzug aus Frankershausen für den richtigen Marschrhythmus sorgten, war selbst der Kindergarten mit den Jüngsten schon mit von der Partie, zum Kirchenmotto passend als Engel und Teufel verkleidet. Konfirmanden aus diesem Jahr und von vor 50 Jahren präsentierten das Kirchenfest der Konfirmation, die Landfrauen das Erntedankfest, aber auch Sternsinger und eine Hochzeitsgesellschaft schmückten den Festzug. Da auch Mönche und mit ihnen das Bierbrauen zur Kirchengeschichte gehört, überreichte eine Gruppe den schwitzenden Erwachsenen am Straßenrand Becher mit dem erfrischenden Gerstensaft. Stolz auf die geleistete gemeinnützige Arbeit bei der Kirchensanierung und als Seitenhieb auf die verschwenderischen Bauten des Limburger Bischofs, prangten auf den Motivwagen Sprüche wie „Wir renovieren selbst, Gruß an van Elst“, oder „Limburg: Millionen verbrannt – Ingerhone: Ehrenamt.

Von Wolfram Skupio

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