Synode berät über Haushaltsdefizit - Dekan: Müssen über Personalabbau sprechen

Kirche vor neuen Kürzungen

Kreisweit: Die evangelische Familienbildungsstätte Eschwege - hier ein Foto mit Vorlesepaten - soll künftig kreisweit agieren. Das will die Kreissynode des Kirchenkreises Eschwege heute beschließen (Bericht unten). Foto: wrs

Sontra. Auf den Kirchenkreis Eschwege kommen in den nächsten Jahren erneut Einsparungen zu. Die Kreissynode, die heute zu ihrer ersten Tagung nach den Kirchenvorstandswahlen im Herbst des vergangenen Jahres heute in Sontra zusammentritt, muss über einen Haushalt beschließen, der bei einem Volumen von etwa 2,1 Millionen Euro ein Defizit in Höhe von 57 000 Euro aufweist.

Dr. Martin Arnold

„In diesem Jahr können wir das Defizit noch durch einen Zugriff auf unsere Rücklagen ausgleichen, langfristig müssen jedoch strukturelle Konsequenzen gezogen werden“, sagte Dekan Dr. Martin Arnold. Dabei müsse auch über Personalabbau gesprochen werden.

Als Ursache für das Defizit nannte Arnold gestiegene Personalkosten bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Gemeindemitglieder. Im vergangenen Jahr hatte der Kirchenkreis unter dem Strich 765 Mitglieder verloren - die meisten, 482, durch Fortzüge. 150 Menschen waren aus der Kirche ausgetreten, dem standen 35 Eintritte gegenüber, die Sterbefälle, 571, überwogen die 303 Taufen deutlich. Derzeit gehören dem Kirchenkreis Eschwege knapp 40 000 Mitglieder in 82 Kirchgemeinden an.

Personalentscheidungen

Neben dem Beschluss über den Haushalt werden von der Synode auch wichtige Personalentscheidungen getroffen. So wird der Präses der Synode gewählt, der bisherige Amtsträger Ludger Arnold wird für diese Position erneut antreten. Ingesamt 13 Gremien werden neu besetzt. Als Wichtigstes gilt der aus fünf Mitgliedern bestehende Kirchenkreisvorstand, der die tägliche Arbeit zwischen den halbjährig tagenden Synoden erledigt. Ihm gehören qua Amt der Dekan und der Präses der Synode an. Darüber hinaus werden Ausschüsse gewählt. Die Amtszeit beträgt für alle Funktionen und Gremien sechs Jahre.

Von Dieter Salzmann

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