Geschäftsführer: Wirtschaftlicher Gewinn und Erfolg für Umwelt

Klinikum investiert Millionen in Eschwege

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Eschwege. Das Klinikum Werra-Meißner investiert einen Millionenbetrag in die energetische Zukunft des Standortes Eschwege. 1,3 Millionen Euro kostet eine dreiteilige Blockheizkraftanlage

Energiekosten und vor allem der CO2-Ausstoß sollen deutlich gesenkt werden sollen. Der erste Block ist bereits in Betrieb gegangen.

„Primär liegen der Entscheidung wirtschaftliche Aspekte zugrunde, aber natürlich auch ökologische Überlegungen“, sagte Klinikum-Geschäftsführer Christoph Maier. In Zukunft wird der komplette Heizwärmebedarf des Krankenhauses in Eschwege mit der neuen Anlage erzeugt. Darüber hinaus soll das Blockheizkraftwerk zwei Drittel des erforderlichen elektrischen Stroms produzieren.

„Wir gehen davon aus, dass sich die Investition in sieben Jahren amortisiert“, erklärt Maier die ökonomischen Überlegungen der Geschäftsführung. Den drei mit Gas betriebenen Sechzylinder-MAN-Motoren wird bei jährlich 5000 bis 6000 Betriebsstunden eine Laufzeit von mindestens zehn Jahren prognostiziert.

Die neue Kraft-Wärme-Koppelung löst die dampfgestützte Klinikheizung ab, die wegen des hohen Energieverbrauchs nicht mehr zeitgemäß war. Neben dem wirtschaftlichen Gewinn verspricht das Blockheizkraftwerk auch ein ökologischer Erfolg zu werden. Maier geht davon aus, dass eintausend Tonnen CO2 pro Jahr weniger in die Umgebung abgegeben werden. „Wir werden den Ausstoß von 3000 auf 2000 Tonnen senken“, sagte der Geschäftsführer bei der Vorstellung der Anlage.

Das Klinikum Werra-Meißner hatte zuletzt erst 1,9 Millionen Euro an seinem Standort in Witzenhausen in die Sanierung der Geriatriestation und den Brandschutz des Gebäudes investiert. Für neue Fenster, die Dachsanierung, die Technikzentrale sowie ein Notstromaggregat wurden rund 1,5 Millionen Euro ausgegeben.

Von Harald Sagawe

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