„Können mehr als nur Umwelt“

Ministerin Priska Hinz zu Gast beim Neujahrsempfang von Bündnis 90/Die Grünen

Besonderer Besuch: Die Grünen rund um Sigrid Erfurth (Zweite von links) freuten sich über den Vortrag von Priska Hinz (Dritte von links), die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Klimaschutz und Verbraucherschutz in Hessen ist. Foto: Kaiser

Eschwege. Ein Rückblick auf die vergangene Legislaturperiode und die erreichten Ziele sowie ein Einblick in das Wahlprogramm präsentierten die Grünen am Samstagmorgen in Eschwege bei ihrem Neujahrsempfang.

Mit Blick auf die Kommunalwahl am 6. März betonte Sigrid Erfurth, die für die Grünen Mitglied des hessischen Landtages ist, das gute Ergebnis aus dem Jahre 2011 und hofft auf erneut viele Stimmen bei der kommenden Wahl, um weiter erfolgreich im Kreis arbeiten zu können. Die Grünen blicken auf eine ergebnisreiche Koalition auf Kommunalebene mit der SPD zurück. „Wir können nicht nur Umwelt“, betonte Erfurth und freute sich damit auch über den Haushaltsüberschuss des Kreises im Jahr 2014.

Besonders auf die Ernennung zur Modellregion für den Ökolandbau des Werra-Meißner-Kreises sind die Grünen stolz. Gemeinsam mit der Region Kassel läuft das Projekt unter dem Namen Öko-Modell-Region Nordhessen. Damit wolle man ein Ziel setzen, das Modell auf ganz Nordhessen auszubreiten, betonte Vize-Landrat und erster Kreisbeigeordneter Reiner Wallmann. Aber auch die Modellvorhaben holzige Biomasse und energetische Quartierssanierung hob er hervor.

Die grüne Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Klimaschutz und Verbraucherschutz in Hessen Priska Hinz war als besonderer Gast auf dem Neujahrsempfang und gab in einem kleinen Vortrag einen Einblick in ihre Arbeit. Als Vertretung der Landesregierung war sie zum Klimagipfel nach Paris gereist und mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Sie mahnte außerdem, dem Populismus in diesen Zeiten nicht Tür und Tor zu öffnen, stattdessen müsse man zusammenhalten, das gelte auch für Europa. „Wenn sich Staatengemeinschaften wie Europa nicht einig werden, hat das keine gute Zukunft. Sowohl in guten wie auch in schlechten Zeiten muss der Zusammenhalt da sein“, meinte sie. Dies gelte sowohl für das Klima als auch für den Flüchtlingsstrom. Hinz ging ebenfalls auf die Modellregion Öko-Landbau ein und wies auf die Erfolge hin, die Hessen in den letzten Jahren in der Ökolandwirtschaft zu verzeichnen habe. Über 300 Betriebe hätten in den letzten Jahren ihre Arbeitsweise umgestellt.

Helena Pfingst, die als Kandidatin zur Kommunalwahl für die Grünen aufgestellt ist, sorgte für die musikalische Untermalung des Vormittags. Sie möchte mit zwanzig anderen Kandidatinnen und Kandidaten der Grünen in den Kreistag des Werra-Meißner-Kreises gewählt werden. (sek)

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