Mit Köpfchen intelligente Lösungen finden

Sicherheit: Torsten Hinrichs ist Chef der 160-köpfigen Security-Mannschaft: „Es gibt für alles einen Plan, und wenn es keinen gibt, sind meine Leute intelligent genug, auch darauf zu reagieren.“ Foto: Sagawe

Die Regeln sind eigentlich klar: Alles, was gefährlich ist oder gefährlich werden kann, darf nicht mit auf das Festivalgelände. Dennoch werden Torsten Hinrichs’ Männer bei der Einlasskontrolle immer wieder fündig. Den geschulten Augen der Security entgeht nichts. Die Überwachung der Eingänge ist aber nur ein kleiner Teil der Arbeit.

160 Männer und Frauen arbeiten in diesen Tagen auf dem Open Flair in Eschwege für Hinrichs. Der Security-Chef setzt seine Leute in allen Bereichen des Festivalgeländes und des Zeltplatzes ein. Die Arbeit reicht von der Nachtstreife bis zur Bühnensicherheit. Hinrichs baut auf die Erfahrung seiner Kollegen, die bei solchen Großveranstaltungen auch von Partnerunternehmen kommen und bei zahlreichen ähnlichen Veranstaltungen in ganz Deutschland immer wieder zusammenarbeiten. „Meine Leute müssen sich mit dem Festival identifizieren“, beschreibt der 47-Jährige den Idealfall. Die Männer in Schwarz sollten stressresistent sein und Spaß an ihrer Arbeit haben. „Es ist die gesunde Kombination von Spaß und Sicherheit, die wir den Besuchern vermitteln wollen“, beschreibt Hinrichs, der keinen Zweifel daran lässt, dass dabei die Sicherheit immer an erster Stelle steht. Dass die Philosophie des Heavy-Secure- Bosses auch bei denen ankommt, für die sie gemacht ist, beweist ein Lob von höchster Stelle. „Beim Open Flair fühlt man sich von der Security beschützt und nicht bewacht“, sagt Totte von Monsters of Liedermaching.

„Wir sind eine große Familie“, sagt Hinrichs. Die Verbundenheit mit seinen Leuten drückt sich auch darin aus, dass während des Open Flairs alle gemeinsam in Turnhallen übernachten. „Der enge Kontakt und das offene Wort sind ganz wichtig.“ Das beginnt mit dem täglichen Briefing und setzt sich im ständigen Austausch fort. Sämtliche denkbare Krisensituationen und Eventualitäten bis hin zur Evakuierung des Geländes sind im Sicherheitskonzept des Festivals beschrieben. Und wenn der unvorstellbare Fall eintritt, für den es keinen Plan gibt? „Meine Leute sind intelligent genug, auch darauf zu reagieren“, sagt Hinrichs. Sicherheitsmänner müssen nämlich nicht nur groß und stark sein, sondern auch mit Köpfchen arbeiten.

Von Harald Sagawe

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