Kommentar zum Abkochgebot: Lieber vorsichtig

In Eschwege sind längst nicht alle Haushalte von dem verunreinigten Trinkwasser betroffen. Dazu ein Kommentar von WR-Redakteur Lasse Deppe.

Weit weniger Menschen in Eschwege als bisher angenommen sind von dem verunreinigten Trinkwasser betroffen. Das ist eine gute Nachricht, die beruhigen sollte.

Wer außerhalb der Einzugsgebiete der verseuchten Brunnen wohnt und seit vergangenem Mittwoch sein Wasser abkocht und im Supermarkt Tafelwasser kauft, sollte sich aber nicht ärgern. Auch wenn so gut wie ausgeschlossen ist, dass verunreinigtes Wasser in diese Gebiete gelangt ist, war die Entscheidung der Behörden Vorsicht walten zu lassen, die richtige.

Wer sich nun über die Informationspolitik der Stadtwerke aufregt, stelle sich folgendes Szenario vor: Die Stadtwerke begrenzen das Abkochgebot zunächst auf das Allernötigste. Auf dem Heuberg, der nicht über die betroffenen Brunnen versorgt wird, tauchen Bakterien auf, es kommt zu Krankheitsfällen. Der Aufschrei wäre ungleich größer.

 Man kann es den Verantwortlichen nicht verübeln, für absolute Sicherheit sorgen zu wollen. lad@werra-rundschau.de

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