Heute Korn: Giganten aus Kalifornien

Jedes Konzert eine große Party: Korn sind live eine echte Sensation - auch wem die Musik eigentlich nichts sagt, ist von der Bühnen-Performance von Lead-Sänger Jonathan Davis (Bild oben) begeistert. Fotos:  Getty Images

Das wird ein Schlusspunkt heute Abend, wie er spektakulärer kaum sein könnte: Ready to live?, heißt es für die Fans gepflegten Nu Metal, wenn mit Korn die Giganten und Erfinder dieses Genre das Open Flair beenden.

Der unverwechselbare Kornsound mache sich an heruntergestimmten Gitarren und Fieldys Slap-Bassspiel fest, beschreibt laut.de den Stil. Sänger Jonathan Davis komme aus der Klassik und erreiche ein erstaunliches stimmliches Spektrum vom affektierten Chorknaben bis zur sprechsingenden Kreissäge.

„Welches Kaliber mit dieser Band zum Open Flair kommt, muss wohl kaum erklärt werden“, so Open-Flair-Chef Alexander Feiertag.

Bands dieser Kategorie zu bekommen, setze jahrelange und gründliche Vorarbeit voraus und habe immer mit Glück zu tun. „Du musst den Markt beobachten und den richtigen Zeitpunkt abpassen“, so Feiertag. Weltweit würden etwa 500 Bands in diesem Segment für Headliner-Auftritte in Frage kommen. Korn gehört zweifelsfrei dazu. Gemeinsam mit den Partnern vom Taubertalfestival und der Managementagentur K.O.K.S in Hannover wurde Korn jetzt verpflichtet.

Das 1994er Debütalbum der kalifornischen Band löste ein mittelschweres Erdbeben in der Metalwelt aus und gilt heute als Geburtsstunde dessen, was in Folge Nu Metal genannt wurde. Einen weiteren Meilenstein und kommerziellen Megaerfolg ließen die Musiker mit dem Fünffach-Platin-Werk „Follow The Leader“ vier Jahre später folgen.

Legendär ist nach wie vor der Ruf der gemeinsamen Family-Values-Tour vor vierzehn Jahren mit Limp Bizkit und Rammstein. Bis heute wurden die Alben der Nu-Metal-Pioniere um Frontmann Jonathan Davis über 60 Millionen Mal verkauft. Zuletzt erschien Ende vergangenen Jahres „The Path Of Totality“ mit „futuristischem, tanzflächenorientiertem und „bombastischem Breitwand-Hybridmetal“, schreibt laut.de. Experimenteller denn je sei die Musik. Auf dem zehnten Studioalbum arbeitet die Band mit diversen Produzenten aus dem elektronischen Sektor zusammen, was sich im Sound ausdrückt.

Während sich viele Fans der ersten Alben nicht mit der stilistischen Entwicklung anfreunden, werfen Kritiker der Band vor, nur noch ein Schatten ihrer selbst zu sein. Die hartnäckige Kritik hält die vier Mitglieder jedoch nicht davon ab, nach wie vor international die Hallen zu füllen und die großen Festivals zu rocken. Laut.de findet: Die Live-Power ist Korn schließlich in all den Jahren nie abhanden gekommen.

Korn: Heute, 22.15 Uhr, hr3-Bühne

Von Harald Sagawe

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