Kommunen müssen jetzt das Dreifache an GEZ-Gebühren zahlen

Kostenexplosion bei Rundfunkgebühren

Eschwege. Die Einführung des neuen Rundfunkbeitrages (GEZ) kommt den Landkreis sowie die Städte und Gemeinden teuer zu stehen.

Der GEZ-Beitrag für den Werra-Meißner-Kreis hat sich mit der Neuregelung zur Berechnung der Rundfunkgebühren, die seit Anfang des Jahres in Kraft ist, praktisch verdoppelt. Zahlte der Kreis bisher 6958,56 Euro pro Jahr für den Unterhalt der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, sind es jetzt 12 800,52 Euro.

Eingerechnet sind dabei die Kreisverwaltung, die Schulen, die sich in Trägerschaft des Kreises befinden, sowie die kommunalen Eigenbetriebe wie beispielsweise die Mülldeponie in Weidenhausen und das Jugenddorf Meißner.

Bemessen wird der neue Rundfunkbeitrag bei Institutionen und Unternehmen nach der Zahl der Betriebsstätten, der Mitarbeiter sowie der Dienstfahrzeuge. In der Verwaltung des Landkreises sind 287 Menschen beschäftigt, der Fuhrpark umfasst 21 Wagen.

Allein für die Schulen in seiner Trägerschaft wird der Landkreis ab diesem Jahr mit 8414 Euro zur Kasse gebeten. Bisher waren es knapp 5000 Euro. Damit stellen die Schulen in der GEZ-Berechnung auch den größten Posten dar. Doch hier gebe es zwischen dem Kreis und der GEZ noch strittige Fragen, so Dirk Hohmann, der beim Kreis fürs Finanzmanagement zuständig ist. Eine zu klärende Frage ist beispielsweise, ob die Adam-von-Trott-Schule und die Barbara-Schule in Sontra als zwei Betriebsstätten zählen, obwohl sie sich auf demselben Gelände befinden.

Ebenso wie der Kreis müssen auch die Kommunen tief in die Tasche greifen. Für die Stadt Eschwege haben sich die Kosten sogar verdreifacht. Statt bisher 423 Euro muss die Kommune nun für ihre beiden Betriebsstätten Rathaus undHochzeitshaus 1582 Euro zahlen. Mit dieser Summe ist allerdings nur die Verwaltung, nicht aber die städtischen Eigenbetriebe wie unter anderem der Bauhof abgedeckt.

Von Stefanie Salzmann

Rubriklistenbild: © Symbolbild/Archiv

Kommentare