AOK und BKK legen Zahlen vor

Krankenstand im Werra-Meißer-Kreis auf hohem Niveau

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Schnupfenkranke im Norden als 2004

Der Krankenstand im Werra-Meißner-Kreis lag im vergangenen Jahr deutlich über dem hessen- und bundesweiten Durchschnitt. Das geht aus den Zahlen der beiden größten Krankenkassen in der Region, der AOK Werra-Meißner und der BKK Werra-Meißner hervor. 

Bei der AOK ist der Krankenstand im Vergleich zu 2014 zwar um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent aller versicherten Arbeitnehmer gesunken – hessenweit lag dieser Durchschnitt bei allen AOK-Versicherten allerdings bei 5,7 Prozent, bundesweit waren es 5,3 Prozent. Die BKK Werra-Meißner verzeichnet einen Anstieg im Krankenstand von allen Versicherten im Kreis von 3,5 Prozent im Jahr 2014 auf 5,2 Prozent (2015). Hessenweit waren durchschnittlich 4,8 Prozent aller BKK-Versicherten in dem Jahr krank geschrieben. 

Unterschiede im Bundesvergleich

Eklatant ist der Unterschied bei der Krankheitsdauer im bundesweiten Vergleich: Die AOK-Versicherten im Werra-Meißner-Kreis waren 2015 im Schnitt 22,5 Tage krank geschrieben, hessenweit waren es bei den AOK-Versicherten 11,2 Tage. Die Versicherten der BKK Werra-Meißner waren im Durchschnitt 16,6 Tage krankgeschrieben, in Gesamthessen liegt diese Quote bei den BKK-Versicherten bei 17,4 Tagen. Bundesweit liegt der Durchschnitt bei der Krankheitsdauer bei zehn Tagen. 

Da Unternehmen auf gesunde Beschäftigte angewiesen seien, würden beide Krankenkassen sich stark in der betrieblichen Gesundheitsförderung engagieren, betonen AOK-Chef Klaus Herwig und Harald Klement, stellvertretender Vorstand der BKK Werra-Meißner. Klement sieht in diesem Engagement unter anderem den Grund dafür, dass die BKK Werra-Meißner bei der Krankheitsdauer noch vergleichsweise gut abschneidet. „Zudem bieten wir umfangreiche Zusatzleistungen im Bereich Vorsorge an und beschäftigen eine eigene Ernährungsberaterin“, sagt Klement.

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