6. Kunst- und Töpfermarkt der Waldorfschule lockte Besucher

Kreative Grenzen gibt es hier keine

Alles im Leim: Rafael lernt bei Buchbinder Kurt Gebhard wie man ein Buchleim herstellt. Foto: Weber

Eschwege. Wenn Ellen Schubert in Südfrankreich über die regionalen Töpfermärkte schlendert und nach kleinen Kunstwerken schaut, ist sie in ihrem Element.

„Von dem Flair, das man auf solchen Märkten erleben kann, kann Eschwege ruhig noch ein bisschen mehr vertragen“, sagt die Lehrerin an der Freien Waldorf-Schule Werra-Meißner. Auf dem Schulgelände hat sie deshalb nun bereits zum sechsten Mal zusammen mit einem kleinen Team von Organisatoren einen eigenen Kunsthandwerkermarkt auf die Beine gestellt.

„Wichtig ist uns dabei, dass vor allen regionale Künstler und Handwerker hier ausstellen können. Aber wir haben auch Aussteller, die aus ganz Deutschland angereist sind“, erklärt Ellen Schubert. Für die Besucher gibt es an den zahlreichen Ständen viel zu entdecken, denn schnell stellen sie fest, dass Töpferei nicht gleich Töpferei ist. Jeder Kunsthandwerker drückt in seinen eigenhändig hergestellten Produkten seine Persönlichkeit ganz anders aus. Neben dem Getöpferten gibt es auch Holzkunst, Kleidung aus Filz, Pflanzen und sogar Honig aus dem Meißnervorland. Und auch die Schüler der Waldorfschule beteiligen sich mit ihren Ideen. So hat die vierte Klasse aus dem Heimatkundeunterricht heraus ein kniffeliges Quiz erstellt, in dem die Besucher des Marktes ihre Kenntnis der Region testen können. Die Schüler der 7. Klasse backen Waffeln und verkaufen diese. „Mit dem Geld wollen wir die Klassenkasse noch etwas aufbessern, um für die nächste Klassenfahrt unseren eigenen Beitrag leisten zu können“, sagt Jan Vopicka. Am Stand von Buchbinder Kurt Gebhard aus Witzenhausen, lernt der kleine Rafael derweil, wie man ein Büchlein mit seinem hübschen marmorierten Umschlag selbst herstellen kann. Im Schatten der Bäume vor der Schule verkaufen die Schüler ihre gebrauchten Spielsachen auf einem Flohmarkt, während sich die Eltern um die Verkauf des selbstgebackenen Kuchens kümmern. Beim Essen lassen sich die Besucher dann von den Reggae-Klänger der Steelband der Musikschule Werra-Meißner unterhalten. (kw)

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