Auch auf der Humboldt-Kreuzung soll gekreiselt werden

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Fünf Straßen treffen auf der Humboldtkreuzung in Eschwege zusammen. Das führt mitunter zu langen Wartezeiten vor der roten Ampel. Von der Einrichtung eines Kreisverkehrs versprechen sich die Befürworter einen schnelleren Durchfluss.

SPD und Grüne in der Eschweger Stadtverordnetenversammlung wollen jetzt auch auf der Humboldtkreuzung einen Kreisverkehr einrichten. Das geht aus einem entsprechenden Antrag hervor, der am kommenden Donnerstag während einer Sitzung des Parlamentes beraten wird.

Eschwege. „Die Ampelanlage an der Humboldtschule stellt für alle Verkehrsteilnehmer auf Grund ihrer langen Wartezeiten ein erhöhtes Ärgernis und ein verkehrliches Nadelöhr dar“, schreiben die Fraktionsvorsitzenden Alexander Feiertag (SPD) und Lothar Dietrich (Gr). Es sei dringend erforderlich, für die Kreuzung eine angemessene und moderne verkehrstechnische Lösung und auch eine zeitgemäße und ansprechende städtebauliche Lösung zu finden, fordern die Koalitionäre.

Der Magistrat soll von der Stadtverordnetenversammlung beauftragt werden, gemeinsam mit Hessen Mobil zu prüfen, ob ein Kreisel auf der Kreuzung verwirklicht werden kann. Gleichzeitig soll untersucht werden, ob zur „Funktionsüberprüfung“ die Einrichtung eines provisorischen Kreisels „möglich, sinnvoll und verhältnismäßig“ sei. Darüber hinaus wird der Magistrat beauftragt, die finanzielle Belastung zu ermitteln, mit der die Kreisstadt bei der Verwirklichung des Projektes zu rechnen hätte.

Planer haben bisher stets darauf hingewiesen, dass ein Kreisverkehr auf der Humboldtkreuzung nicht umsetzbar sei, weil nicht genügend Platz vorhanden sei. „Nach Rücksprache mit weiteren Planungsfachleuten gehen wir davon aus, dass entgegen früherer Annahmen eine Kreisverkehrsanlage an der Humboldtschulkreuzung durchaus realisierbar ist“, entgegnen Feiertag und Dietrich. Das Projekt müsse in einem gesamtstädtischen Verkehrszusammenhang betrachtet werden. Eine höhere Verkehrsdurchlässigkeit dort wirke sich entlastend auf den Stadtrings zwischen Schlossplatz und Wiesenstraße und damit positiv auf die Verzahnung zwischen Werra und Innenstadt sowie den Schlossplatz aus.

Von Harald Sagawe

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