Studie: Entwicklung erkennbar – Niveau weiter sehr niedrig

Der Kreis macht sich für die Zukunft bereit

Werra-Meißner. Die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit des Werra-Meißner-Kreises ist in den vergangenen Jahren besser geworden. Das geht aus einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstitutes Prognos hervor, dass die Bereiche Demografie, Arbeitsmarkt, Wettbewerb und Innovation, sowie Wohlstand und soziale Lage untersucht.

Seit der letzten Erhebung im Jahr 2010 ist der Werra-Meißner-Kreis um 58 Plätze im Ranking nach vorne gerückt, bewegt sich mit Platz 312 von 402 aber weiterhin im letzten Viertel. Der augenscheinlich große Sprung nach vorn wird von Projektleiterin Kathleen Freitag relativiert: „Gerade im hinteren Bereich ist das Feld sehr eng. Der Kreis entwickelt sich zwar leicht positiv, das Niveau ist aber immer noch sehr gering.“

Positiv heraus sticht die Einschätzung im Bereich Arbeitsmarkt, wo der Kreis mit Platz 209 im Mittelfeld der Statistik rangiert. Als Gründe nennt Freitag die steigende Zahl der Beschäftigten, die aus neu geschaffenen Arbeitsplätzen resultieren. „Der Werra-Meißner-Kreis ist damit die Dynamik der Bundesrepublik mitgegangen“, sagte die Projektleiterin. Pluspunkte bringt auch die vergleichsweise geringe Zahl an unbesetzten Ausbildungsstellen. Landrat Stefan Reuß möchte daran dennoch weiterarbeiten. „Die Nachwuchsgewinnung von Arbeits- und Fachkräften bleibt eine ganz wichtige Aufgabe“, sagte er auf Anfrage unserer Zeitung.

Dabei zeigt die Prognos-Studie, dass im Kreis nur eine geringe Zahl an Arbeitsplätzen für Hochqualifizierte und Fachkräfte zur Verfügung steht. Nur wenige Akademiker arbeiten in den Bereichen Forschung und Entwicklung. Die geringe Zahl der Patentanmeldungen sei laut Freitag ein Zeichen für wenig Innovation. Dafür spreche auch die immer seltener werdenden Unternehmensneugründungen.

Von Lasse Deppe

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