Belastung wird höher, wenn Autobahn gesperrt wird

Kreis muss für mehr Straßen aufkommen

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Werra-Meißner. Die Verantwortung für Straßen wird regelmäßig von Bund oder Land auf Kreis- oder Gemeindeebene umgewälzt. „Wir stellen fest, dass dort, wo es möglich ist, der Träger herabgestuft wird“, sagt Kreissprecher Jörg Klinge. .

Dadurch entstehen auf kommunaler oder Kreisebene zusätzliche Kosten, vor allem durch Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten

Unter anderem soll laut Klinge die Bundesstraße 7 im Bereich der Autobahn 44 nach deren Fertigstellung herabgestuft werden. „So wächst unser Straßennetz, und wir haben erhebliche Mehrbelastungen.“

Zukünftig seien in diesem Bereich Sperrungen wegen Tunnelwartungsarbeiten zu erwarten. Umgeleiteter Verkehr müsse dann über Kreisstraßen abfließen. Gleiches gilt zukünftig auch, wenn die Autobahn mal gesperrt und eine Umleitung benötigt wird. Durch den Schwerverkehr werden die Straßen dann verstärkt belastet, die Instandhaltungskosten steigen. „Wenn Bundesstraßen direkt zu Kreisstraßen anstatt zu Landesstraßen herabgestuft werden, sind wir da natürlich wenig begeistert“, sagt Klinge.

Ähnliches passierte mit Fertigstellung des Schürzebergtunnels bei Oberrieden. Die neue Straße wurde zur Bundesstraße, die bisherige Bundesstraße, die durch den Ort führt, wurde herabgestuft und in zwei Abschnitte unterteilt. Der kürzere wird vom Land getragen, der längere Teil dem Kreis zugesprochen. „Als Kompromiss hat der Bund den Rückbau bezahlt“, sagt Klinge. Positive Aspekt seien mit einer Herabstufung nicht verbunden, einen finanziellen Mehraufwand würde es hingegen immer geben.

Mit Blick auf die Bundesstraße 7 sagt der Kreissprecher: „Da müssen wir Erfahrungen sammeln und schauen, wie hoch die Belastungen dann letztendlich sind.“ Genaue Zahlen, wieviel Geld mehr investiert werden muss, lassen sich daher noch nicht nennen. Von Lasse Deppe

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