Vertrag soll bis Juli 2013 abgeschlossen werden

Kreis will Eon-Anteile

Werra-Meißner. Der Fahrplan zum Erwerb der Eon-Anteile durch die kommunalen Aktionäre steht. Die Kreistagsabgeordneten haben sich am Freitagnachmittag beim Kreistag einstimmig darauf geeinigt, dass die Verhandlungen aufgenommen werden. Bis zum 30. Juni 2013 soll dann ein Vertrag abgeschlossen werden.

Bis Ende des Jahres soll zunächst ein unabhängiger Transaktionsberater eingesetzt werden, der die Bewertung des geplanten Rückkaufs bis zu diesem Stichtag abgeschlossen haben soll. Dafür will der Kreistag 150 000 Euro in die Hand nehmen, um alle offenen Fragen zu beantworten. Was die Rekommunalisierung unterm Strich kosten wird, wurde bislang nicht beantwortet.

Allerdings gaben alle Kreistagsfraktionen zu bedenken, dass diese Fragen unbedingt beantwortet werden müssen. Denn neben dem Rückkauf werde auch in die technische Umrüstung der Netze investiert werden müssen.

Ute Lorenz-Roth (FDP) fordert daher, ein unabhängiges Ingenieurbüro hierfür zu beauftragen. Auch Armin Jung (Bündnis 90/Die Grünen) merkte an, dass die bevorstehende Energiewende und die damit verbundene Dezentralisierung als nicht eindeutig kalkulierbare Kosten berücksichtigt werden müssen.

Der Einfluss auf energiepolitische Entscheidungen sei ein zentraler Beweggrund für den Rückkauf, kommentierte Landrat Stefan Reuß. Lothar Quanz (SPD) ergänzte, dass die Kommunen damit auch mehr Einfluss auf die Sicherung von rund 80 Arbeitsplätzen im Werra-Meißner-Kreis hätten. (alh)

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