Kreis will Konzept zur besseren Integration von Flüchtlingen erstellen

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Eschwege. Die Flüchtlinge im Werra-Meißner-Kreis sollen noch besser integriert werden. Damit das gelingen kann, haben gestern verschiedene Arbeitsgruppen ihre Arbeit aufgenommen, die sich mit den Feldern Arbeit und Beruf, Bildung und Sprache, Wohnen, Freizeit und Kultur sowie dem Bereich weiterer Themen beschäftigen.

Bei der Auftaktveranstaltung im E-Werk, die vom Kreis initiiert worden ist, nahmen gut 100 Akteure teil, die sich in die verschiedenen Gruppen aufgeteilt haben und sich schon jetzt mit dem Thema beschäftigen: zum Beispiel in Organisationen, Kirchen, Vereinen oder Bildungseinrichtungen.

Entstehen sollen Handlungsempfehlungen, die die verschiedenen Arbeitskreise innerhalb des nächsten Jahres an den Kreistag weitergeben sollen. Der wiederum stellt diese für die Bürgermeister der Gemeinden und Städte des Werra-Meißner-Kreises zur Verfügung. Die haben so eine Anleitung zur Hand, wie sie die Flüchtlinge aufnehmen und unterstützen können.

 „Wir haben bisher 16 Gemeinschaftsunterkünfte im Kreis“ sagt Landrat Stefan Reuß, der die Veranstaltung gestern eröffnete. Diese Art der Unterbringung sei eigentlich nicht die favorisierte Lösung, weil die Flüchtlinge in kleineren Wohnungen besser Anschluss an die Nachbarn finden würden. „Aber es wird schwieriger, geeignete Unterkünfte zu finden, geeigneter Raum ist zunehmend erschöpft.“ Dennoch setze man alles daran, maximal 70 Flüchtlinge in einer Unterkunft unterzubringen. 518 Menschen leben bisher in den Gemeinschaftsunterkünften im Werra-Meißner-Kreis, 67 weitere in Wohnungen. In diesem Quartal werden laut Reuß 195 weitere Flüchtlinge erwartet.

„Die Sprache ist die wichtigste Grundlage, um die Flüchtlinge hier integrieren zu können.“ Stefan Reuss Landrat „Die Sprache ist die wichtigste Grundlage, um die Flüchtlinge hier integrieren zu können“, sagt Reuß. Anschließend müsse man den Flüchtlingen Möglichkeiten bieten, sich beruflich weiterzuentwickeln oder Bildungsabschlüsse machen zu können. „Ziel ist es, durch die Arbeitsgruppen einen Masterplan zu erstellen, damit das alles gelingt.“

Von Constanze Wüstefeld

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