Tausende bei hochsommerlichem Wetter am Straßenrand

Johannisfestumzug begeistert Eschweger

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Festzug mit Symbolfigur: Der Dietemann begrüßt ganz besondere Fans gern persönlich.

Eschwege. Die Plätze im Schatten waren gestern Nachmittag während des Umzuges anlässlich des Johannisfestes in Eschwege heiß begehrt. Bei hochsommerlichem Wetter waren einige tausend Menschen vom Festzug begeistert. Die Eschweger Schüler standen mit ihren fantasievollen Beiträgen zum Thema „Schule im Wandel der Zeit“ im Mittelpunkt.

Aktualisiert am 5. Juli um 18.30 Uhr.

Musikzüge aus Eschwege, den Nachbarkommunen und aus der Partnerstadt Regen begleiteten die Kinder und Jugendlichen bei ihrem schweißtreibenden Marsch durch die Innenstadt. Angeführt wurde der Festzug vom Herold und den Johannisfestreitern, gefolgt vom Dietemann und seinen Biedermeiermädchen; gleich dahinter folgten die politischen Mandatsträger mit Stadtverordnetenvorsteher Karl Montag und Bürgermeister Alexander Heppe.

„Die Faszination des Johannisfestes liegt darin, dass sich Menschen und Freunde in entspannter Atmosphäre treffen und unterhalten“, hatte Stadtverordnetenvorsteher Montag beim Empfang der Kreisstadt am Samstagvormittag in der Stadthalle festgestellt. Vertreter aus Wirtschaft und Politik, der Behörden und der Schulen sowie der Partnerstädte kamen im Foyer der Stadthalle zusammen, um gemeinsam auf das Eschweger Heimatfest anzustoßen. Geschenke und Freundlichkeiten wurden ausgetauscht.

Die Redner ließen keinen Zweifel daran, dass das Johannisfest eine ganz besondere Veranstaltung ist, in der sich die Identität der Eschweger widerspiegelt. „Das ist die beste Chance, gute Freunde in schöner Atmosphäre zu treffen“, sagte etwa Bürgermeisterin Ilse Oswald aus der Partnerstadt Regen. Und Mühlhausens Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns zeigte sich „tief beeindruckt von diesem sensationellen Fest“.

Das Festzugmotto war nicht ganz neu; regelmäßige Beobachter haben schon den einen oder anderen Johannisfestumzug zum Thema „Schule im Wandel der Zeit“ gesehen. Nichtsdestotrotz haben die Mädchen und Jungen von den Eschweger Schulen die Vorgaben der Johannisfestkommission erneut mit reichlich Fantasie umgesetzt. Und schließlich sind das Johannisfest als solches und insbesondere der Maienzug am Samstag und der Festzug am Sonntag zu ganz wesentlichen Teilen von den Schulen bestimmt. Die zeigten gestern, wie sich die Bildungslandschaft in Eschwege aus ihrer Sicht in den zurückliegenden Jahrzehnten und Jahrhunderten entwickelt hat. Und Tradition haben die Eschweger Schulen: Die Friedrich-Wilhelm-Schule feiert im Herbst ihre Gründung vor 175 Jahren – Grund genug, sie als Motiv für die Johannisfestplakette auszusuchen und auch das Motto danach zu wählen.

Am Samstagvormittag waren tausende Schüler mit dem Maienzug auf dem Marktplatz eingetroffen und hatten gemeinsam mit dem Publikum das Dietemannlied gesungen, angestimmt von Bürgermeister Alexander Heppe und Stadtverordnetenvorsteher Karl Montag. Tausende Birkenäste verwandelten den Platz vor malerischer Fachwerkkulisse in ein Meer aus Maien. Blumen und Glückwünsche gab es beim anschließenden Empfang der Kreisstadt in der Stadthalle für Ehrenbürgermeister Jürgen Zick, der am Samstag Geburtstag feierte. Johannisfestgeld überreichte Stadtverordnetenvorsteher Montag an Lea Scheere und Luca Siepmann von der Friedrich-Wilhelm-Schule, die zum Jubiläum des Gymnasiums referierten. Die Partnerstädte Eschwege, Mühlhausen, Regen und Saint-Mandé tauschten Geschenke und Komplimente aus.

Dabei war auch die Besatzung des Bundespolizeischiffs Eschwege. Verzichten musste in diesem Jahr die Besatzung des Tender Werra. Das Bundeswehrschiff ist in humanitärer Mission im Mittelmeer unterwegs. Stadtverordnetenvorsteher Karl Montag berichtete von der Rettung hunderter Flüchtlinge.

Von Harald Sagawe

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