Nach dreieinhalb Jahren Pause abwechslungsreiches Programm mit Musik und Schauspiel

Der Kulturbund ist zurück

Festkonzert: Zur Fertigstellung der Stadthalle und zur Einweihung des restaurierten Steinway-Flugels präsentiert der Kulturbund Eschwege die Jenaer Philharmonie und die Pianistin Sophie Pacini in der Kreisstadt. Fotos: privat/Krauss

Eschwege. Der Kulturbund Eschwege ist zurück. Nach dreieinhalb Jahren Spielpause - bedingt durch den Umbau der Stadthalle - präsentieren die Veranstalter um ihren Leiter Johannes Loch im Winterhalbjahr ein abwechslungsreiches Programm mit acht Produktionen.

Zum Auftakt gastieren die Jenaer Philharmonie und die Pianistin Sophie Pacini am 28. September in der Stadthalle.

„Sophie Pacini zählt zu den größten Klavierbegabungen ihrer Generation“, kündigt Loch den Auftritt der Künstlerin an, die in Eschwege den Steinway-Flügel erstmals nach der Restaurierung spielen wird. Im Mittelpunkt des Abend wird das Klavierkonzert Nr. 1 in b-moll von Peter Tschaikowsky stehen.

Hamingways Meisterwerk: Horst Janson spielt in „Der alte Mann und das Meer. Foto:  Böhm

„Wir achten immer auf Qualität und haben einen hohen Anspruch an die Produktionen, die wir nach Eschwege holen“, verspricht Loch. Nach dem Festkonzert zum Auftakt spielt Horst Janson am 9. November in der Hemingway-Erzählung „Der alte Mann und das Meer“. Der Autor erhielt 1954 den Literaturnobelpreis für dieses Werk. Wie alle Vorstellungen beginnt das Schauspiel mit Musik um 20 Uhr.

Der eiserne Gustav: Walter Plathe in der Titelrolle. Foto:  privat

Am 27. November ist Walter Plathe in der Titelrolle des Schauspiels „Der eiserne Gustav“ auf der Bühne der Stadthalle zu sehen. Hans Fallada erzählt in seinem Roman, der als Vorlage diente, vom Droschkenfahrer Gustav, der von Berlin nach Paris fuhr.

Pfeiffer mit drei „f“: Die Feuerzangenbowle garantiert dem Theaterpublikum einen unterhaltsamen Abend. Foto:  privat

Die Philharmonie Tschenstochau gibt ihr Gastspiel in der Kreisstadt am 30. Dezember. „Seid umschlungen Millionen“ ist der Titel des heiteren Konzerts zum Jahreswechsel. Vor 20 Jahren hat der Kulturbund erstmals mit einem festlichen Orchesterkonzert das zu Ende gehende Jahr verabschiedet. Zum Auftakt des Jahres 2014 steht erneut ein Klassiker auf dem Programm. Die Feuerzangenbowle wird am 24. Januar gegeben und erzählt vom Schüler Pfeiffer mit drei „f“, der eigentlich ein erfolgreicher Schriftsteller ist. Weil Dr. Johannes Pfeiffer nie eine richtige Schule besucht hat, sondern stets ausschließlich Privatunterricht hatte, will er jetzt das wahre Schülerleben kennenlernen. Eine Schnapsidee, die bei Genuss einer Feuerzangenbowle in geselliger Herrenrunde geboren wurde.

Mit Jaques Offenbachs Meisterwerk „Orpheus in der Unterwelt“ stellt sich das Operettentheater Salzburg dem Eschweger Publikum am 4. Februar vor. Das Schauspiel „Die Muschelsucher“ nach dem Roman von Rosamunde Pilcher wird vom Altonaer Theater am 26. Februar gegeben, „Die Frau in Schwarz“ nach Susan Hills Roman steht zum Saisonabschluss am 20. März auf dem Spielplan.

Karten und Abos werden ab dem 7. September über die Tourist-Information in Eschwege angeboten.

Von Harald Sagawe

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