Kunsthandwerk und Kulinarisches: Herbstzauber im Botanischen Garten zieht hunderte Besucher an

Theater im Park: Als Vorgeschmack zeigte das Junge Theater Eschwege einen Ausschnitt aus Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“, hier mit Karin Perels als Elfenkönig Oberons Diener Puk.

Eschwege. Es gab Kunsthandwerk und Kulinarisches: Rund dreißig Stände zeigten sich den Besuchern beim Herbstzauber im Botanischen Garten.

Rund 60 bis 70 Jahre dauert es, bis ein Bonsai-Baum so richtig schön geworden ist. Damit ist die Geduld, die man investieren muss, das, was die Miniatur-Bäume so wertvoll macht. Beim Herbstzauber im Botanischen Garten stellten die Bonsai-Freunde Werratal ihre schönsten Exemplare aus und erklärten den Besuchern, worauf es bei der Pflege dieser Bäume ankommt.

Rund dreißig Stände zeigten sich den Besuchern mit Angeboten und Informationen in Eschweges Park an der Stadtmauer, Kunsthandwerker im Nebenerwerb, Vereine und Naturschutzgruppen. Petra Strauß und Steffen Mittag von den ausrichtenden Freunden des Botanischen Gartens waren rundum zufrieden mit dem Besucherandrang. „Das Fest zu unserem Saisonabschluss wird jedes Jahr besser angenommen“, freute sich Petra Strauß. „Die 1000-Besucher-Marke erreichen wir heute über den Tag verteilt.“

Zwischen Seife aus selbstgemolkener Schafsmilch und zu Schmuck verarbeiteten Silberlöffeln, zwischen selbstgebauten Vogelhäuschen und dem eigenen Handanlegen beim Bau eines Insektenhotels, zwischen getöpferten Hühnern und selbstgemachtem Likör hieß es immer wieder eine Pause einzulegen, um sich auch die Köstlichkeiten an den Essensständen nicht entgehen zu lassen.

Mit dem Herbstmarkt wollen die Freunde des Botanischen Gartens aber nicht nur Besucher auf den Park aufmerksam machen. Die Erlöse dienen auch der Pflege und der Ausstattung des Gartens mit Bänken. Von Gärtnerin Renate Antonijevics-Disep bekam der Verein eine Kaukasische Flügelnuss gespendet. „Wir möchten zudem erreichen, dass der Wert des Parks erhalten bleibt“, sagte Steffen Mittag. „Das heißt, dass wir den Bestand immer wieder verjüngen und weitere Raritäten anpflanzen müssen.“

Und wenn sich sogar die Elfen im Park wohlfühlen, adelt das die Bemühungen des Vereins. Als Höhepunkt des Festes zeigte das Junge Theater Eschwege Ausschnitte aus „Ein Sommernachtstraum“, den sie in der nächsten Spielzeit geben möchten. Dabei verwandelt Puk, der Narr des Elfenkönigs, den Weber Zettel in einen Esel. Im kleinen Amphitheater war jeder Platz besetzt, um das Schauspiel unter den alten und seltenen Bäumen zu verfolgen.

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