Förderperiode endet 2013 - bisher zwei Millionen Euro erhalten

Landkreis befürchtet Rückgang der EU-Hilfe

Werra-Meißner. Der Landkreis befürchtet, dass es ab 2014 weniger Fördergeld für Regionalentwicklung aus der EU gibt. In der laufenden siebenjährigen Förderperiode, die in diesem Jahr endet, erhielt der Kreis bisher insgesamt etwas mehr als zwei Millionen Euro aus dem so genannten Leader-Programm.

Leader steht für Liaison entre actions de développement de l’économie rurale und heißt übersetzt: Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft.

„Inzwischen hat die EU 27 Mitglieder, darunter auch sehr arme Länder“, sagte Landrat Stefan Reuß. Daher werde seitens der EU sicherlich künftig anders verteilt werden. Hinzu komme, das die EU innerhalb Deutschlands bestenfalls auf die Bundesländer blicke. „Aus Brüsseler Sicht ist Hessen eine kleine Region. Als Landkreis tauchen wir da gar nicht auf“, sagte Reuß. Da Hessen insgesamt ein reiches Land sei, werde es umso schwerer, die EU davon zu überzeugen, dass es auch dort strukturschwache Ecken wie den Werra-Meißner-Kreis gebe.

In den vergangenen zehn Jahren hat der Werra-Meißner-Kreis für Projekte der Dorf- und Regionalentwicklung insgesamt 24 Millionen Euro von Land, Bund und der EU erhalten. Damit wurden Investitionen in Höhe von knapp 85 Millionen Euro für 1452 Vorhaben ausgelöst. Von der Dorferneuerung profitierten 36 Orte im Kreis. Als Beispiele nannte die in der Kreisverwaltung zuständige Fachdienstleiterin Ursula Baumgärtel-Blaschke unter anderen den Dorfsupermarkt Marktwert in Datterode und die Jausenstation in Weißenbach, die von der Dorferneuerung profitierten

Bei den EU-Mitteln aus dem Leader-Topf war der Landkreis besonders erfolgreich und erhielt rund 650.000 Euro mehr, als ihm eigentlich zusteht. Denn Geld, das nicht beansprucht wird, kommt zurück in den Topf und wird neu verteilt.

Von Dieter Salzmann

Rubriklistenbild: © dpa

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