Am Weltmännertag dürfen Vertreter des starken Geschlechts im Amélie den Kochlöffel schwingen

Männer werden Küchengötter

Thekla Rotermund-Capar, Dr. Marion Feld, Ernst-Dieter Mäurer und Christine Seip schauen den Köchen Sven Hoberock und Thomas Dietrich in der Amélie-Küche über die Schultern. Foto: Mayer

Eschwege. Ursprünglich und landläufig immer noch ist sie Frauenbeauftragte beim Werra-Meißner-Kreis. Seit geraumer Zeit aber legt Thekla Rotermund-Capar Wert darauf, als Gleichstellungsbeauftragte für beide Geschlechter da zu sein. In Sachen Männer kann sie jetzt zuschlagen, und das gleich zweimal und als Premiere im Werra-Meißner-Kreis.

Neben dem internationalen Männertag am 19. November gibt es auch den Weltmännertag am 3. November. Beide widmen sich der Gesundheit. Das liegt nahe, denn Männer gehen erst zum Arzt, wenn es weh tut, und dann auch nicht sofort. Frauen sind es, die gucken, ob es den Männern gutgeht, 74 Prozent tun die Hausarbeit und kochen für die Männer, sagt Rotermund-Capar.

In Kooperation mit der Volkshochschule, dem Bistro Amélie der Werraland-Werkstätten und der BKK Werra-Meißner werden Männer eingeladen, am 3. November in der Amélie-Küche unter fachmännischer Anleitung zwei Menüs zuzubereiten unter dem Motto „Selbst gemacht: Körperliches Wohlgefühl durch gesunde Ernährung“. Übers Kochen und die Ernährung sollen Männer zu ihrem Glück geführt werden. Dazu gehört auch, sie zu mehr Gesundheitsbewusstsein zu bewegen. Nur ein Prozent der 75 Mio. Euro Leistungsausgaben der BKK wurde 2011 für Vorsorgemaßnahmen ausgegeben und das Verhältnis der Inanspruchnahme steht bei 1:10 Männer gegenüber Frauen, erläutert Ernst-Dieter Mäurer.

Männer müssen arbeiten und haben nach Feierabend keine Lust und keine Zeit für Sport und deshalb sollen beispielsweise Rückenschmerzen, jeder zweite Mann klagt darüber, schon in den Betrieben mit entsprechenden Maßnahmen angepackt werden, kündigen Mäurer und Rotermund-Capar an.

Dr. Marion Feld von der VHS bestätigt, dass Gesundheitskurse überwiegend von Frauen besucht werden, bei reinen Männerangeboten die Nachfrage größer sein könnte. Die Eschweger Ernährungswissenschaftlerin Christine Seip bekräftigt die Forderung nach weniger Fleischgenuss und für interessante, unkomplizierte Ernährung zum Selbermachen. (hm)

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