Hessischer Bauernverband tagte in Frankenberg

Mehr EU-Geld für die kleinen Bauernhöfe

Frankenberg. Die Mehrzahl der hessischen Landwirte wird von der Neu-Regelung zur Verteilung von EU-Geldern ab 2015 profitieren. Davon geht der wiedergewählte Vizepräsident des Hessischen Bauernverbandes, Heinrich Heidel, aus. Der Vöhler (Waldeck-Frankenberg) wurde bei der Vertreterversammlung des Verbandes am Mittwoch in Frankenberg mit deutlicher Mehrheit im Amt bestätigt.

Heidel sagte, dass die Landwirte in Hessen mit der Neuregelung „gut leben können“. Anfang November war auf der Konferenz der Agrarminister des Bundes und der Länder in München beschlossen worden, dass kleinere Landwirtschaftsbetriebe ab 2015 zusätzlich gefördert werden. Mehr Geld bekommen dann Landwirte mit Betriebsflächen von bis zu 46 Hektar (siehe Hintergrund). Das betrifft einen Großteil der Betriebe in Nordhessen. Hessenweit werden dann etwa fünf Millionen Euro zusätzlich für die Förderung kleinerer Betriebe eingerechnet.

Matthias Eckel, Geschäftsführer des gastgebenden Kreisbauernverbandes Frankenberg, betrachtet die Neuregelung als Stärkung für die Region. „Die Subventionen sind der Ausgleich für härtere Auflagen, die in Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten gelten“, sagte er bei dem Verbandstreffen. Die Bauern müssten sich dem harten europäischen Markt stellen, so Eckel.

Der wiedergewählte Vizepräsident des Bauernverbandes, Heinrich Heidel, sagte, es sei Aufgabe der Politik, für eine faire Behandlung der Landwirte zu sorgen. Auf die kommenden Koalitionsverhandlungen in Wiesbaden zwischen CDU und Grünen blickt er mit Gelassenheit. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass einer der möglichen Kandidaten gegen die Landwirte Politik macht“, sagte Heidel. Eckel wünschte sich mit Blick auf die künftige Landespolitik „Kontinuität und Sachverstand“. Hintergrund, Zum Tage

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