Intensivunterricht dauert zwei Jahre

Mehr Klassen für Flüchtlingskinder im Kreis

Eschwege. Noch in diesem Jahr wird an der Anne-Frank-Schule in Eschwege voraussichtlich eine dritte Intensivklasse eröffnet, in der die Flüchtlingskinder unterichtet werden.

Das teilte Anita Hofmann, Leiterin des Staatlichen Schulamtes Bebra, das für den Werra-Meißner-Kreis zuständig ist, auf Anfrage unserer Zeitung mit. Die Anne-Frank-Schule ist bislang die einzige Regelschule im Kreis, an der es Intensivklassen gibt.

„Wir reagieren damit auf die steigende Zahl von Kindern und Jugendlichen, deren Aufenthaltsstatus geklärt ist und die schulpflichtig sind“, erklärt Hofmann diesen Schritt. Bis zu 16 Schüler finden in einer Klasse Platz, die alle keine Deutschkenntnisse haben und zwischen zehn und 16 Jahre alt sind.

Pro Intensivklasse bekommt die Schule 22 Stunden vom Schulamt bereitgestellt, die restlichen sechs Stunden verbringen die Schüler in den Regelklassen und nehmen da zum Beispiel am Kunstunterricht teil. „Wir machen gerade zu Beginn schon viel über die Mimik und Gestik“, sagt Alexandra Gödicke, die eine der Intensivklassen an der Anne-Frank-Schule betreut und für den Sprachunterricht zuständig ist. Bis zu zwei Jahren dürfen die Schüler die Intensivklasse besuchen, anschließend ist ein Wechsel in die Regelklassen vorgesehen. „Erst ab dann gibt es auch Noten“, erklärt Gödicke.

Besonderer Unterricht an Berufsschulen

Auch an den Beruflichen Schulen in Eschwege und in Witzenhausen gibt es jeweils eine Intensivklasse, deren Schüler zwischen 16 und 18 Jahre alt sind. Dafür stellt das Schulamt 28 Stunden bereit. „Hier geht es vor allem darum, dass die Schüler in Themenfeldern lernen: Die Ernährung spielt eine ebenso große Rolle wie das Einkaufen“, sagt Hofmann. Auch berufsspezifische Begriffe werden erläutert. Sowohl in Witzenhausen als auch in Eschwege werde demnächst je eine Klasse eingerichtet.

Von Constanze Wüstefeld

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