6600 Tonnen weniger Salz als 2012/2013 im Kreis verbraucht

Der milde Winter schonte die Kassen

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Eschwege / Witzenhausen. Der milde Winter schonte die Kassen der Kommunen im Werra-Meißner-Kreis. Der Salzverbrauch liegt im gesamten Kreis nach Angaben von Hessen Mobil für den Winter 2013/2014 bei 2400 Tonnen (Stand 7. März). Im Vorjahr wurden von Oktober 2012 bis März 2013 9000 Tonnen verbraucht. Besonders profitiert haben die Bauhöfe in Eschwege und Witeznhausen.

Der Winterdienst hat die Stadt Eschwege beispielsweise diesen Winter bis jetzt 100 000 Euro gekostet. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr wurden 700 000 Euro ausgegeben. Das spart Geld. „Wir geben weniger aus, haben aber keinen Cent mehr“, sagt Reiner Brill, Stadtkämmerer in Eschwege. Das Defizit im Haushalt werde dadurch nur weniger groß.

Mit Ausgaben von 295 000 Euro wird in Eschwege für den Winterdienst jährlich geplant. Sind die Kosten höher, muss der Kämmerer mehr Geld zur Verfügung stellen. Bei geringeren Ausgaben für das Räumen und Streuen, werde das Geld für den nächsten Winter eingespart, sagt Brill.

Durch die seltenen Frost- und Schneeperioden bisher wurde der Salzvorrat der Stadt geschont: 280 Tonnen sind bis jetzt verbraucht, insgesamt waren 1200 Tonnen Salz vorhanden. „Unser Winterdienst war seit November nur 17-mal im Einsatz“, sagt Albert Rimbach, Leiter des Baubetriebshofs Eschwege. Im Winter 2012/2013 waren es 30 Einsätze.

Auch die Stadt Witzenhausen hat gespart: „Die gesamten Kosten für den Winterdienst belaufen sich bis jetzt auf 15 600 Euro“, sagt Werner Fischer vom Stadtbauamt Witzenhausen. „Im Zeitraum von Dezember 2012 bis März 2013 waren es 63 100 Euro.“ Zum Räumen und Streuen mussten die Mitarbeiter des Bauhofs an nur zehn Tagen ausrücken. Deshalb ist auch das Salzlager noch fast voll. „Wir haben erst 50 Tonnen Salz verbraucht, vergangenen Winter waren es 400 Tonnen“, sagt Fischer.

Von Theresa Ziemann

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