Pauschale steigt

Kreis bekommt  Millionen-Nachzahlung für Unterbringung von Flüchtlingen

Eschwege. Der Werra-Meißner-Kreis bekommt deutlich mehr Geld für Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen. Für dieses Jahr rechnet Landrat Stefan Reuß mit einer Nachzahlung von 1,9 Millionen Euro.

Im kommenden Jahr werden die Einnahmen durch die angehobene Pauschale um insgesamt 2,8 Millionen Euro steigen. Darüber informierte Reuß den Kreistag. Die Pauschale, die das Land den Kommunen für Betreuung und Unterbringung von Asylbewerbern in Gemeinschaftsunterkünften und in Wohngemeinschaften bezahlt, steigt von 601 Euro auf 865 Euro pro Person und Monat. Daraus resultiert die für nächstes Jahr erwartete zusätzliche Einnahme in Höhe von 2,8 Millionen Euro.

„Damit können wir diese Kostenstelle fast ausgleichen“, so Reuß. Bisher hat der Kreis vom Land deutlich weniger Geld erstattet bekommen, als er selbst tatsächlich aufgewendet hatte. Rückwirkend erstattet das Land allen Kommunen in Hessen einmalig insgesamt 100 Millionen Euro. „Wenn nach dem üblichen Verteilschlüssel abgerechnet wird, bekommt der Werra-Meißner-Kreis 1,9 Millionen Euro“, sagte Reuß.

Mit der Nachzahlung, so der Landrat, werde im Januar kommenden Jahres gerechnet. Möglicherweise erfordere die zusätzliche Einnahme einen frühen ersten Nachtragshaushalt. Der Kreistag hat den Haushalt 2016 erst am Freitag vergangener Woche beschlossen. Darin ist ein Plus in Höhe von 250 000 Euro ausgewiesen.

Aktuell – Stand 1. Dezember – werden im Werra-Meißner-Kreis in Gemeinschaftseinrichtungen und Wohnungen insgesamt 964 Asylbewerber untergebracht, die meisten davon in Eschwege und Witzenhausen. In Notunterkünften – die gibt es ausschließlich in Eschwege mit einer Kapazität von 600 Plätzen – wohnen momentan 267 Flüchtlinge. 

Mehr dazu in der gedruckten Ausgabe. 

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare