Festival-Besucher waren begeistert von der guten Stimmung: „Es war eine Riesen-Party“

Open Flair: Bis Mittwoch wird abgebaut

Zelt abbauen: Silja Büning (von links), Luisa Meyer, Victoria Möller und Sebastian Pietrek aus Greven bauen ein Zelt ab. Seit Mittwoch haben sie in Eschwege gecampt. Das Festival war „voll gut“, sagen sie. Fotos: Sasse

Eschwege. Die gute Stimmung: Diese Antwort geben viele Camper auf die Frage, was ihnen am Open-Flair-Festival besonders gefallen hat.

„Das Drumherum war schön“, sagt Stephan Biermann, der mit seinen Freunden gerade das Auto für die Rückreise belädt. „Es ist kein Riesenfestival, und es gibt kurze Wege“, sind sie sich alle über die Vorteile des Open Flair einig. Wenn ein Konzert schon angefangen hat, könne man auch noch zehn Minuten später dazustoßen. „Es war eine Riesen-Party“, sagen auch Benjamin Yildiz und André Richter. „Die beste Band war Eskimo Callboys.“ Auch Marc Buhl war vom Konzert der Band begeistert. „Genau meine Musikrichtung“, sagt er. Doch auch die Mischung sei cool gewesen.

„Ich habe so viele Bands gesehen“, sagt Christoph Sandrock und kann sich gar nicht richtig entscheiden, wen er am besten fand. Der 21-Jährige spült gerade seine Tasse ab. Die Donots und Biffy Clyro fallen ihm dann doch noch als Highlights ein. „Ich bin das vierte Jahr in Folge hier.“ Eschwege sei für ihn ideal, da es nur neun Kilometer von seinen Eltern entfernt sei. Kathrin Placzek und Nadja Brinkmann haben Bosse und Deichkind besonders gut gefallen. „Bosse hatte mehr Kontakt zum Publikum“, sagt Nadja. „Wir kamen morgens zerknautscht aus dem Bett, waren baden, haben getrunken und dann Party gemacht“, beschreiben Marcel Birkhahn, Lukas Michalke und Christian Cordes einen typischen Open-Flair-Tagesablauf.

„Das Festival ist anders als andere“, sagt Dirk Lange aus Oldenburg. Er sitzt am Bahnhof und wartet auf seinen Zug in Richtung Heimat. „Es ist mitten in der Stadt und dorffestmäßig, weil auch Familien mit Kindern da sind. Das ist sonst anders“, sagt er.

„Bis Mittwoch soll alles abgebaut sein, die Kleinarbeiten dauern noch bis Ende der Woche“, sagt Andrea Beng vom Festivalbüro.

In diesem Jahr wurde beim Open Flair zum ersten Mal der Müll getrennt. Und wie hat es geklappt? „Am Anfang besser als zum Schluss“, sagt Beng. Auf dem Festivalgelände waren Tonnen zum Trennen aufgestellt worden. Die Camper trennten ihre Müll nicht. Sie bekamen zu Beginn einen blauen Sack für alles.

Von Lara Sasse

Der Auszug der Festivalbesucher

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