Eisenbahner-Sportverein 1927 hat vereinseigene Kegelbahn renoviert - Anlage wird vom Computer gesteuert

Das Modernste auf dem Markt

Eschwege. Wenn am heutigen Samstag im Rahmen eines Einladungsturnieres die renovierte Kegelbahn beim Eisenbahner-Sportverein wieder auf Sportbetrieb geht, dann dürfen sich die Kegler auf eine ganz moderne Anlage freuen.

Ralf Speck, der dem Verein seit 1993 vorsteht, gerät ins Schwärmen: „Wir haben das Projekt 2010 angedacht und 2011 Zuschüsse beim Landessportbund, der Stadt und beim Kreis beantragt“, erklärt der Vorsitzende gegenüber der WR. „Und nach den weitgehend über Eigenleistungen bewältigten Arbeiten kann sich das Resultat sehen lassen“, lobt Ralf Speck in erster Linie seinen Vorzeigehandwerker Harry Klomann, der mehr als 300 Stunden geleistet hat.

Neben den Malerarbeiten wurden der Kugelrücklauf, der Anlaufbereich und der Stellautomat erneuert, dann die Bahn abgeschliffen, ehe ein hochmodernes Herzstück, das computergesteuerte Zählwerk, installiert wurde. Kegelspiele können jetzt über den PC eingegeben werden, der die Ergebnisse auf den im Vorraum gut sichtbar angebrachten Flachbild-Monitor transportiert. „Das heißt, die gute alte Tafel für Kreide oder Filzschreiber hat ausgedient. Trotzdem haben wir sie nicht entsorgt“, schmunzelt Ralf Speck.

Von den Kosten, die sich auf 17 000 Euro belaufen, hat der ESV Zuschüsse in Höhe von 8 500 Euro erhalten, die gleiche Summe musste noch einmal aufgebracht werden und wurde über Eigenmittel aus der Vereinskasse finanziert.

Mit einem kleinen Turnier und einem gemütlichen Beisammensein, an dem der KC Gute Fahrt, die Kranzjäger, der KC Kronenpudel und natürlich ein Team vom gastgebenden ESV teilnehmen, wird die Anlage heute ihrer Bestimmung übergeben. Ganz ausgelastet ist die Bahn nicht, wer Interesse bekundet, der kann montags oder dienstags freie Zeiten nutzen.

Das Haus in der Straße am Bahnhof gehört seit 2006 dem ESV 1927, der das ehemalige Gebäude der Bundesbahn von der Stadt Eschwege gekauft hat: „Die Stadt hat das gesamte Gelände 2003 im Zuge der Planungen zum Bau des Stadtbahnhofes erworben und ist uns großzügig entgegengekommen“, konstatiert Ralf Speck. Dagegen blickt er mit etwas Groll auf die Bahn AG zurück, die Mitte der 90er Jahre vom ESV 180 Mark Monatsmiete verlangte. „Das hätten wir als Kegelverein niemals schultern können, auch der Ankauf wäre für uns unrealistisch gewesen“, spricht der Vorsitzende die utopische Summe von 90 000 Euro an, „die die Bahn für den Flachbau einstreichen wollte“.

Von Harald Triller

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