Eschwege: Neue Gestaltungssatzung macht Gastronomie deutliche Auflagen

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Marktplatz Eschwege: Werbung und Möbel sollen zum historischen Stadtbild passen.

Eschwege. Außengastronomie und die Präsentation des Einzelhandels auf den Freiflächen außerhalb der Ladengeschäfte sollen sich in Zukunft stärker am gewachsenen Stadtbild im Zentrum Eschweges orientieren, Möblierung und Werbung nicht länger im Widerspruch zum historischen Kern der Kreisstadt stehen.

Eine Gestaltungssatzung wird unter anderem diese beiden Felder regeln. Der Satzungsentwurf wird Thema sein, wenn der Gestaltungsbeirat am übernächsten Donnerstag, 27. Februar, zusammentritt. Eine besondere Rolle im Stadtbild nehmen die gastronomischen Betriebe ein, die in der warmen Jahreszeit Gäste auf den Plätzen und an den Straßenrändern bewirten.

Eschwege will weg vom billigen Plastikstuhl hin zu hochwertiger Möblierung. Ziel der Satzung wird eine größere Einheitlichkeit sein. Die Außenmöblierung müsse sich in das Stadtbild einfügen, sie soll in Naturfarbtönen, in weiß oder gedeckten Farben gehalten sein.

Grelle Farben und Signaltöne sind nicht zulässig, Bierzeltgarnituren und Stühle aus Kunststoffblöcken wird die Satzung nach einer Übergangszeit ebenso untersagen. Ebenfalls geregelt sind Art und Aussehen der Sonnenschirme. Beige, pastell- oder sandfarben sollen die sein, dürfen keine Werbung und auch keine Beschriftung zeigen.

Die Größe der Sonnenschirme wird auf 20 Quadratmeter begrenzt. Feste Überdachungen, Pavillons oder Zelte sind in Zukunft nicht mehr zulässig. Deutlich limitiert wird in Zukunft die Außenwerbung des Einzelhandels in der Eschweger Innenstadt. Die Satzung sieht nur noch höchstens zwei „Einzelwerbeanlagen pro Nutzungseinheit“ vor.

Sogenannte Werbeausleger sind nur noch zulässig, wenn sie strenge Kriterien in Bezug auf Material und Höchstmaße erfüllen. Selbstleuchtend dürfen sie beispielsweise nicht sein. Markenwerbung soll nur in Schaufenstern bis maximal zehn Prozent der Fläche erlaubt sein. Werbebeleuchtung soll nicht blinken dürfen. Fahnen und Banner sind in ihrer Größe beschränkt. Einzelhandelsgeschäfte sollen in Zukunft nur noch einen Plakatständer aufstellen dürfen.

Von Harald Sagawe

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