Armin Beck predigt beim Open-Flair-Gottesdienst auf dem Leuchtberg - Anji and the Marsmellows musizieren

Musik und Christsein gehören zusammen

Spielen beim Gottesdienst: Anji and the Marsmellows singen auch in oberösterreichischer Mundart. Foto: Sasse

Eschwege. Die Stimme von Anji Hinke setzt an. Schlagartig hört das Gemurmel auf. Es wird still auf der Lichtung auf dem Leuchtberg. Die Besucher des Open-Flair-Gottesdienstes lauschen der Band Anji and the Marsmellows, die auf der Waldbühne stehen. Die Andacht ist eröffnet.

Die Band spielte ältere Lieder und Songs in oberösterreichischer Mundart: „Ihr seid die Ersten, die in den Genuss dieser Mischung kommen“, sagte Hinke. Auch bei den Kirchenliedern wurden die Anwesenden von der Band unterstützt.

„Musik machen und Christsein gehören zusammen“, sagte Pfarrer Armin Beck zu Beginn der Messe. „Rockmusik geht tief in die Gefühle, das hat auch was mit Religion zu tun.“ Mit diesen Worten verband der ehemalige Gitarrist der Band The Bates seine beiden Karrieren.

In seiner Predigt thematisierte er vor allem das Motto des Gottesdienstes: „Leben auf der Kippe“. Es gebe verschiedene Arten, mit Unsicherheiten in der Welt umzugehen: Man könne nach dem Motto „Man lebt nur einmal“ leben, den Kopf in den Sand stecken und sich eine Scheinwelt schaffen, aktiv werden und sich engagieren, hoffnungslos sein oder den Glauben finden. Letzteres empfahl der Pfarrer. „Glaube heißt, sein Vertrauen auf Jesus zu setzen.“ Ergreife jemand die Hand Jesu, trete „Ruhe ein im Herzen“.

Ganz praktisch erfahren, was ein Leben auf der Kippe bedeutet, konnten die Gottesdienstbesucher nach der Messe. Die Organisatoren hatten die Nähe der Lichtung auf dem Leuchtberg zum Kletterwald genutzt: Eine Slackline war zwischen zwei Bäume gespannt. Dort konnte jeder seine Balance testen.

„Die Predigt war spitze“, sagte Peter Beutel aus Sontra. Allerdings sei die Andacht für einen Waldgottesdienst ein bisschen lang gewesen. Auch Ingrid Fröhlich aus Eschwege hat es gut gefallen. Genau wie Armin Becks Sohn Jonas. Besonders beeindruckt hat ihn die Musik von Anji and the Marsmellows. Allerdings musste er sich an die österreichische Mundart erst gewöhnen. (sas)

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