Musik und tolle Bilder

„Coast to Coast“ begeisterte das Publikum im voll besetzten E-Werk

Boten nicht nur akustisch, sondern auch optisch eine mitreißende Show: Das Eschweger Trio Coast to Coast performte in der Eschweger Stadthalle vor wechselnden Bildsequenzen. Foto: Kreißler/nh

Eschwege. Gert Neumann bildet zusammen mit Rainer Fröhlich und Wolfgang Grünefeld das Gitarren- und Gesangstrio „Coast to Coast“, das seit einigen Jahren mit Auftritten in unserer Region beim Publikum so etwas wie Kultstatus erworben hat – mit angenehmen, in geradezu professioneller Qualität präsentierten alten, überwiegend amerikanischen, Hits.

Das vergnügte Publikum, das an diesem Freitagabend das E-Werk füllte, wurde mit einem ganz besonderen „Special Guest“ überrascht: mit Willi Nelson. Gut, es war nicht der echte Willi Nelson, aber er sah dem legendären Countrysänger ähnlich und auch die Stimme und das Gitarrenspiel stimmten – so dass Gert Neumann für den gelungenen Gag mit dem „Willi-Nelson-Medley“ mit riesigem Applaus gefeiert wurde.

Ein sympathisches Laienensemble, drei im Beruf erfolgreiche Männer, zwei Ärzte und ein Studienrat, die seit der Schulzeit mit Leidenschaft Musik spielen: Rainer Fröhlich, der mit seiner suggestiven Stimme das Publikum begeisterte; Wolfgang Grünefeld, der als Sänger und vor allem als Gitarrist glänzte, und Gert Neumann, der nicht nur bei der „Willi-Nelson-Nummer“ mit seiner ausdrucksstarken Stimme genauso wie als Gitarrist in bester Form war.

Die drei Männer unterhielten das Publikum mit einem mitreißenden Programm, das neben mehreren Liedern der Beatles und einigen von der Gruppe neu aufgenommenen Nummern auch solche immer wieder gern gehörte „Coast-to-Coast-Standards“ wie „Morning of my Life“ oder „Family Tree“ beinhaltete. Gesungen wurde auf Englisch - und einmal, bei einem umwerfend lustigen Lied, auf Hawaiianisch.

Ein reizvoller Abend mit Gesang und Musik und mit Bildern auf einer riesigen Leinwand: oft faszinierende Bilder, die zusammen mit der Musik eine ungemein attraktive Einheit bildeten. Rainer Fröhlich hat die Bilder, viele davon in Amerika, geschossen. Und Michael Kreißler hat sie in herrliche Bildersequenzen verwandelt. Manche Sequenz zieht den Zuschauer magisch an: Gesichter, Augen, Landschaften – eine opulente optische Show, die schon für sich alleine den Besuch der Veranstaltung lohnend und zusammen mit der Musik diesen Abend zu einem großartigen Erlebnis machte. Viel Applaus vom hingerissenen Publikum.

Von Francisco Pujiula

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