Nach VG-Entscheidung zur Werra-Versalzung: K+S „wird Rechtsmittel nutzen“

Kassel. Wie das Regierungspräsidium Kassel will auch der Kasseler Kali-Produzent K+S die Entscheidung des Verwaltungsgerichts (VG) Kassel eingehend prüfen. Das Unternehmen „wird die bestehenden Rechtsmittel nutzen“, heißt es in einer Stellungnahme.

In seiner Entscheidung hatte das VG einen vorläufigen Stopp der Einleitung von Salzabwässern verhängt. Konkret wurde damit eine Erlaubnis des Regierungspräsidiums außer Kraft gesetzt, die es dem Kali-Produzenten K+S gestattet Abwässer über eine Pipeline vom Standort Neuhof-Ellers nach Philippsthal zur Werra zu transportieren.

„Auswirkungen der Eilentscheidung für den Betrieb der K+S-Werke Neuhof-Ellers und Werra ergeben sich für das Unternehmen nicht“, teilte der Konzern mit. Das stelle eine bestehende Erlaubnis für das Werk Werra bei Heringen sicher. Danach ist K+S nicht an eine konkrete Menge für die Entsorgung gebunden, sondern an die Einhaltung des Grenzwertes von 2500 Milligramm Chlorid pro Liter am Pegel Gerstungen.

Den Bau der Fernleitung habe K+S beantragt, um die salzhaltigen Abwässer vom Standort Neuhof-Ellers umweltverträglich zu entsorgen. Dadurch sollten Anliegerorte entlastet werden, durch die jetzt noch Lkw mit den Abwässer rollen. (clm)

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