Car Sharing

Nach der Zugfahrt weiter mit dem Auto

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Das Autohaus König bietet das Car-Sharing-Modell zusammen mit der Bahn an.

Eschwege. Am Stadtbahnhof in Eschwege haben Reisende neuerdings eine weitere Möglichkeit ihren Weg fortzusetzen, wenn sie mit dem Zug in der Kreisstadt ankommen. In Kooperation mit der Bahn bietet das Eschweger Ford-Autohaus König jetzt Carsharing an.

Zunächst zwei Kleinwagen stehen den Reisenden zur Verfügung. Und weil das Angebot ausgesprochen gut angenommen wird, will Unternehmer Sven rabe schon bald ein drittes Auto am Stadtbahnhof platzieren. „Ich bin von der Resonanz positiv überrascht“, sagt er. Für einen weiteren Carsharing-Wagen sucht Rabe eine Basis in Innenstadtnähe und denkt dabei an den Parkplatz gegenüber der Stadthalle. Die Idee vom Carsharing ist nicht neu. Seit etwa 15 Jahren teilen sich Autofahrer, die nicht ständig auf die motorisierte Fortbewegung im Individualverkehr angewiesen sind, nach diesem System einen Wagen. „Aus Großstädten ist das Angebot nicht mehr wegzudenken“, sagt Rabe. Neben dem Kostenvorteil - wenn sich mehrere Menschen ein Auto teilen, verteilen sich auch die Kosten - ist fehlender Parkraum ein weiteres Argument. Seit Rabe mit seinem Angebot in Eschwege am Markt ist, mehren sich die Anfragen, beispielsweise nach Nutzfahrzeuge - gegenwärtig sind nur Pkw unterwegs. Interesse gebe es auch bei der Stadt Eschwege, berichtet Rabe. Weil die Kommune ihre Fahrzeugflotte stark verkleinert habe, müssten Beschäftigte oft private Fahrzeuge für Dienstfahrten nutzen. Unter anderem wegen des aufwändigen Abrechnungsprozederes könnte hier Carsharing eine adäquate Alternative sein. In die Kostenberechnung fließen in erster Linie zwei Faktoren ein: die genutzte Zeit und die zurückgelegten Kilometer. Gebucht wird per Telefon oder über das Internet. Stunden- oder tageweise können die Autos reserviert werden.  (hs)

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