Vereine, Verbände und Naturschützer wählen Arten des Jahres

Natur des Jahres 2013 lädt zur Entdeckung ein

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Knabenkraut ist die Orchidee des Jahres 2013.

Eschwege. Jedes Jahr wählen Kommissionen von Naturschützern und auch Berufsvertretungen wie beispielsweise der Bund Deutscher Staudengärtner ihre Art des Jahres.

Mittlerweile haben solche Wahlen Tradition. Der erste „Vogel des Jahres“ war 1971 der Wanderfalke. Man wollte damit auf die Bedrohung der Art hinweisen. Der Wanderfalkenbestand ist inzwischen wieder stabil, die Wahl hat demnach dem Wanderfalken weitergeholfen.

Weil die Veränderung unserer Umwelt aber fortschreitet und Globalisierung, Erderwärmung und nicht zuletzt Energiewende und Informationsgesellschaft mit Funkmasten und Windrädern ihren Tribut fordern, weisen Verbände und Naturschützer auch in diesem Jahr durch die Wahl ihrer „Art des Jahres“ auf gefährdete und bedrohte Arten hin.

„Wenn die Lebensräume da sind, kommt der Rest von allein“, sagt Wolfram Brauneis. Der Ornithologe und Naturschützer hat sich auf seinem Gebiet nicht nur in unserem Landkreis, sondern auch überregional einen Namen gemacht.

Jährlich sammelt Brauneis die Informationen zur „Natur des Jahres“. Er telefoniert und schreibt E-Mails. Inzwischen aber, so sagt er, kämen Verbände und Organisationen bereits von allein auf ihn zu, um das Ergebnis ihrer Wahl mitzuteilen.

Spätestens, seit Loki Schmidt, die verstorbene Frau von Altbundeskanzler Helmut Schmidt, 1979 die Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen gründete, welche seitdem die „Blume des Jahres“ bestimmt, sind Wahlen dieser Art etabliert. Da der „Einzeller des Jahres“ und die „Flechte des Jahres“ aber ein wenig zu weit gehen würden, stellt die Werra-Rundschau die seltenen, teilweise streng geschützten Arten vor, die auch im Werra-Meißner Kreis vorkommen.

Anreiz genug, sich mit Hilfe näherer Ortsangaben auf die Suche nach Wolfsmilch, Knabenkraut, Holzapfel und Co. zu machen.

Mehr lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der Werra-Rundschau.

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