Neue Busse für saubere Luft: Unternehmen kauft neue Fahrzeuge

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Neue Busse für Bernd Frölich: Im hinteren Teil der Busse befindet sich die Technologie, Rußfilter, ein spezieller Katalysator für die Stickoxide und ein zusätzlicher Tank mit Harnstoff, die für die hervorragende Reduzierung der Schadstoffemissionen sorgen. Foto: Geier

Hessisch Lichtenau. Von außen sind die neuen Busse rot, aber innen ist alles grün: Die vier neuen Busse des Hessisch Lichtenauer Busunternehmens Frölich erfüllen nicht nur die neue Abgasnorm Euro VI, sondern sind auch deutlich sparsamer als ihre Vorgänger.

„Wer in der Region frische Luft sucht, muss nicht mehr auf den Meißner fahren, er kann sich auch gleich hinter unseren Auspuff legen“, sagte Unternehmer Bernd Frölich bei der Vorstellung seiner neuen Busse.

„Was die Schadstoffregulierung angeht sind wir um vieles weiter als ein normaler Pkw.“

Die Abgasnorm Euro VI senkt die Schadstoffgrenzwerte für Busse massiv und wird zum neuen Standard, auch für den regionalen Nahverkehr. Nach einigen Praxistests kann Frölich nun sagen, dass die neuen Euro-VI-Motoren nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch wirtschaftlicher sind. Olaf Rohde, der beim Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) für die Fahrzeugtechnik verantwortlich ist, bezeichnete die neue Technik als Quantensprung: „Was die Schadstoffregulierung angeht sind wir um vieles weiter als ein normaler Pkw und diese Technologie wird zukünftig bei allen Verträgen eine Rolle spielen.“

Die Verantwortlichen waren besonders erfreut, dass Frölich diesen Schritt gegangen ist. „Ohne Zwang hat man hier diesen Schritt gemacht“, freute sich Horst Pipper, Geschäftsführer von Nahverkehr Werra-Meißner. Die vier neuen Busse werden künftig auf der Linie 200, Hessisch Lichtenau über Eschwege nach Mühlhausen, sowie Linie 210, Helsa über Großalmerode nach Witzenhausen, eingesetzt. Der Fahrgast erfahre in den neuen Bussen höheren Komfort, denn von der Motorenlautstärke seien diese Busse so leise wie ein Pkw. Auch das Schalten würde nicht mehr wahrgenommen. Ausgestattet sind die Busse mit Infodisplays, die Haltestellenverlauf und GPS-Zeit anzeigen. „Der Fahrkomfort wird für den Passagier enorm gesteigert“, so Frölich. Genauso begrüßt er die Entwicklungen im regionalen Verkehrsnetzwerk, denn hier ist man auf dem Weg zu mehr Transparenz. Für den Fahrer ist zukünftig dann der Fahrplan mit Echtzeiten ersichtlich und der Datenfluss soll auch öffentlich sein - für die Fahrgäste auf dem Smartphone. Über eine App soll es dann möglich sein die weiteren Umstiege in Echtzeit oder die Abfahrten der Busse an den Haltestellen abzurufen.

Von Christiane Geier

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