Bürgermeister Heppe gibt Fehler bei Rückbau der Anlage an der Kurt-Holzapfel-Straße zu

Neue Chance für Spielplatz

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Kinder der Kita Kleine Strolche wünschen sich den Spielplatz an der Kurt-Holzapfel-Straße zurück - sie überreichten Bürgermeister Alexander Heppe ihre gemalten Wünsche.

Eschwege. Die Stadt Eschwege räumt Fehler bei der Schließung des Spielplatzes in der Kurt-Holzapfel-Straße ein. Bürgermeister Heppe sagte am Mittwochabend gegenüber den Eltern: „Wir hätten die Bürger mit ins Boot holen sollen, es ist murks gelaufen, Asche auf unser Haupt.“

Anwohner und die Kita Kleine Strolche hatten seit dem Sommer gegen die Schließung des Spielplatzes an der Kurt-Holzapfel-Straße protestiert, weil die Stadtverwaltung das Gelände auf eine Streichliste gesetzt hatte und sich stattdessen für den in der Nähe aber versteckt liegenden Platz, an der Rotenburger Straße entschieden. Mittlerweile wurde der Rückbau gestoppt. Während des Gesprächs wurde jetzt beschlossen, dass die Bewohner der umliegenden Straßenzüge befragt werden sollen. Ende März soll das Ergebnis dem Magistrat zur weiteren Abstimmung vorgelegt werden. Heppe stellte gleichzeitig klar, dass man sich daran gewöhnen müsse, dass der hohe Standard aufgrund des demographischen Wandels nicht mehr aufrecht erhalten werden könne. „35 Spielplätze waren bei unserer schrumpfenden Stadt nicht mehr verantwortbar“.

Die zuständige Arbeitsgruppe der Stadt hatte beim Gelände an der Kurt-Holzapfel-Straße anhand von stichprobenartigen Kontrollen und einer Altersüberprüfung der Anwohner über die Schließung entschieden. Die Anwohner reichten umgehend eine Liste mit 150 Protestunterschriften bei der Stadt ein. Nun reagierte Bürgermeister Alexander Heppe, der gemeinsam mit Jugendpfleger Rigobert Gaßmann und Engelbert Thielemann vom Bauamt zurr Diskussionsrunde in die Kita kam.

Die Schließung sei ein unbegründeter Schnellschuss gewesen, der anhand eines nichtssagenden Stadtplans durchgeführt wurde, argumentierten die Anwohner jwähren der Diskussionsrunde. Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage seien auch viele Familien, die nicht in direkter Nähe wohnen, mit ihrem Auto zum Spielplatz gefahren. Der Magistrat habe nach den Fakten entschieden.

Von Gudrun Skupio

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