Häuser in den Städten gefragt - Wieder mehr Neubauten

Niedrige Zinsen lassen Immobilienpreis steigen

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Eschwege. Die niedrigen Zinsen machen’s möglich: Die Immobilienpreise im Werra-Meißner-Kreis ziehen an. Gefragt sind neuere Häuser in guten Lagen und Eigentumswohnungen. Aber auch Exoten finden ihre Abnehmer.

„Häuser in Eschwege, Bad Sooden-Allendorf, Witzenhausen und Hessisch Lichtenau gehen weg, kaum dass sie auf dem Markt sind“, sagt Stefan Fross, Chef der VR-Bank Werra-Meißner. Die Enwicklung habe schon vor einem Jahr eingesetzt, da die Zinsen schon eine geraume Zeit niedrig seien. „Die Niedrigzinsen haben das Geschäft nicht nur beim Immobilienverkauf belebt“, sagt Ulrich Siebald, Sprecher der Sparkasse Werra-Meißner. Zur Zeit werde auch so viel gebaut, wie lange nicht mehr.

Die aktuellen Finanzierungssätze liegen, je nach Laufzeit bei 1,6 Prozent (ein Jahr) und knapp drei Prozent für eine Kredit über zehn Jahre. Beide Banker sind sich einig, dass Kredite weiter günstig bleiben werden. Beim Hauskauf bevorzugen Käufer vergleichsweise neue Häuser mit geringem Sanierungsbedarf und einem zeitgemäßen Grundriss sowie einem kleinen, leicht zu pflegendem Garten. Aber auch „Exoten“ - große Anwesen auf dem Land in Alleinlage oder Häuser, die aufgrund ihres heruntergekommenen Zustandes für nur noch ein paar tausend Euro angeboten werden - finden hier und da einen Abnehmer.

Trotz der anziehenden Preise bleiben die Häuserpreise im Werra-Meißner-Kreis dennoch vergleichweise niedrig. Immer wieder werden Häuser unter 30.000 Euro angeboten. Über 300.000 Euro werden nur selten Häuser verkauft. Makler machen einen gegenläufigen Trend in den Städten und auf dem flachen Land aus. „Der Preisverfall in den Dörfern hält an“, sagt Makler Ernst Vosmer. Der erzielte Preis entspreche oft nicht dem Wert, den das Haus tatsächlich habe, sagte er. „Das ist manchmal schon jammerschade.“

Von Dieter Salzmann

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