Eschwegerinnen sammeln Spenden für Kinder, Alte und Kranke in Bulgarien

Lkw ist noch nicht voll

Bulgarienhilfe: Haustechniker Achim Horche und Karin Perels sammeln vom Hospital St. Elisabeth bereitgestellte Rollatoren, Rollstühlen und Nachtstühle ein. Foto:  privat

Eschwege. Kinder, Alten und Kranken in Bulgarien helfen: Das haben sich die Schwestern Heike Koeberich-Braun und Karin Perels aus Eschwege zum Ziel gesetzt. Unterstützt werden sie dabei bereits von Freunden, Kollegen und Bekannten. Sie alle stöberten auf ihren Dachböden und in ihren Kellern nach gut erhaltender Kleidung und Spielgeräten.

Auch ein Eschweger Seniorenwohnheim beteiligte sich und spendete gebrauchte Rollatoren, Rollstühle und Nachtstühle. Bürgermeister Alexander Heppe, Schirmherr des Projektes, sorgte für einen Lagerraum für die Hilfsgüter. Dennoch ist der Zwanzigtonner noch lange nicht voll. Die Frauen sind weiterhin auf der Suche nach Spenden für ein Kinderheim, ein Altenheim und ein Krankenhaus.

Begonnen hat das Engagement durch das Junge Theater Eschwege, das Karin Perels leitet: „Für ein Stück wurde ein Flamencotanz benötigt“, sagt Perels. Den Unterricht gab Penka Karow aus Eisenach. Perels war so begeistert, dass sie zusammen einigen anderen Frauen Privatunterricht nahm.

Dort sprach die Tanzlehrerin Perels und ihre Schwester Heike Koeberich-Braun an, ob sie Interesse hätten, die Hilfsaktion für Bulgarien zu organisieren. Die Frauen stimmten zu. „Wir übernehmen die Organisation vor Ort. Penka Karow spricht mit den Menschen in Bulgarien“, sagt Perels. Die Tanzlehrerin hatte die Spendenaktion jahrelang selbst organisiert. Doch mittlerweile sei sie dafür zu alt. Darum benötigte sie die Hilfe aus Eschwege.

Wieso Penka Karow sich für die Menschen in Bulgarien einsetzt? Sie selbst wuchs in einem Waisenhaus in Bulgarien auf. Durch ein Tanzstipendium kam sie nach Russland und zog später nach Ostdeutschland, erzähl Perels.

Die Kinderheime in Bulgarien könne man nicht mit denen in Deutschland vergleichen, sagt die Eschwegerin. „Der Staat hat nicht das Geld, um die Heime zu finanzieren“. Ein Euro pro Tag werden pro Kind benötigt, es gebe aber nur 50 Cent. Selbst vor Ort gewesen ist sie noch nicht, aber sie hat sich bei Penka Karow und im Internet über den Zustand der Heime informiert.

Den Hilfsgütertransport am Freitag, 18. Oktober, werden die drei Frauen Heike Koeberich-Braun, Karin Perels und Penka Karow begleiten. Da sie nicht im Transporter mitfahren können, fliegen sie nach Bulgarien und nehmen den Transorter in Bulgarien in Empfang. „Man muss die Sachen begleiten, sonst kommen sie nicht an“, sagt Perels.

Neben Sachspenden, benötigen die Frauen noch Geldspenden, um den Transporter zu bezahlen und zu begleiten. Bisher unterstützen der Rotary Club, Präwema und das Reisebüro Eschwege die Aktion.

Von Lara Sasse

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